10 Jahre bis zum Filmpirat*innen-Büro

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Zuerst die schlechte Nachricht: Knapp vor dem 10-jährigen Bestehen der Filmpiraten am 2. Oktober 2014 haben wir leider nicht die personellen Kapazitäten eine Geburtstagssause zu veranstalten. Nun aber die gute Nachricht: Bald haben wir Redaktions- und Vereinsräume im Wächterhaus der Salinenstraße 34 in Erfurt. Konkret geht es um 2 Räume von insgesamt ca. 30m² im 3. Obergeschoss.

Die Räume sind günstig, jedoch in einem schlechten Zustand. Bevor wir in die Räume einziehen und uns wieder den Filmen widmen können, gibt es einiges dort zu tun und die Arbeiten sind umfangreich. Der Fußboden ist in einem sehr schlechten Zustand, die Gläser in den ein-glasigen Fenstern beginnen raus zufallen und klappern. Das sind nur einige Beispiele.

Wir würden uns total freuen, wenn du uns einigen Arbeiten unterstützen könntest. Die nächsten Tage und Wochen werden wir an diesen Räumen arbeiten. Hast du sonst noch Ideen, was wie wir die Räume einrichten können? Wenn du uns unterstützen magst, melde dich am besten direkt bei uns und komme zu unseren Arbeitseinsätzen.

Aktueller Stand zum Lothar-König-Prozess


Ein Jahr ist es her, dass der Prozess gegen Lothar König, Stadtjugendpfarrer in Jena, ausgesetzt wurde. Wir sind nach Jena gefahren, um den Prozess vom vergangenen Jahr revue passieren zu lassen. Was geschah damals wirklich in Dresden? Und wo kamen die 300 Stunden Videomaterial her, die weder die Staatsanwältin noch der Verteidigung bekannt waren? Im Oktober wird der Prozess fortgesetzt.

Jenaer Hausbesetzung: Der Traum ist aus


„Aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird“ singen Ton Steine Scherben in ihren Song „Der Traum ist aus“. Fast 24 Stunden hatten 3 Besetzer*innen und ca. 150 Unterstützer*innen im und vor dem Haus in der Carl-Zeiss-Straße 11 in Jena durchgehalten. Am Ende haben mehrere Hundert Polizisten die Blockade vor dem Haus geräumt und das Haus gestürmt.
Eine kurze Zusammenfassung wie die Besetzung gestartet ist, was die Motivation der Besetzer*innen und wie die Besetzung beendet wurde zeigt dieser Videobeitrag.

Interview mit Besetzer*innen
Weitere Informationen: Besetzer*Innen, Indymedia, MDR, Jenapolis,

Jenaer Preis für Zivilcourage geht nach Wien in den Knast an Josef


Der Festsaal im alten Jenaer Rathaus ist gut gefüllt. In den ersten Reihen sitzen die Entscheidungsträger der Stadt Jena: Oberbürgermeister, Superindentent, Polizei, etc. Alle lauschen, als zwei Musiker an Flügel und Trompete ein Stück “Keine Träne für den Wiener Walzer” spielen, das starke Ähnlichkeiten mit „Keine Träne“ der vom Verfassungsschutz beobachteten Band „Feine Sahne Fischfilet“ hat. Kurz darauf wird die Laudatio auf den Preisträger gehalten. Der Laudator und Weggefährte Jolly Roger erklärt: „Der diesjährige Preisträger kann heute leider nicht bei uns sein. Gerade weil er für seinen politischen Willen eingetreten ist und eintritt. Es ist Josef, unser Freund und Genosse.“ Verwirrung und Erstaunen macht sich um Raum breit. „Wer ist Josef?“ werden sich viele jetzt Fragen. Für den Oberbürgermeister Jenas und die Jury ist er ein Kämpfer für Zivilcourage, für die Staatsanwaltschaft in Wien ein gefährlicher mutmaßlicher Verbrecher, der als Rädelsführer des sogenannten Schwarzen Blocks seit 24. Januar 2014 in Österreich in Untersuchungshaft sitzt. Er hatte gegen den Wiener Akademikerball demonstriert, eine Veranstaltung konservativer und rechtspopulistischer Kreise, die sich gerne als Elite der Gesellschaft sehen. Die Anklagepunkte gegen Josef sind versuchte absichtliche, schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung und Landfriedensbruch. Konservative Medien laufen bereits Sturm gegen die Entscheidung. Der Jenaer Preis für Zivilcourage wird bereits zum 13. Mal verliehen. Dieses Jahr wird der Preis vom Jenaer Shoppingcenter „Goethe Galerie“ gestiftet. Neben dem Preis für Zivilcourage wurde auch der Charlotte-Figulla-Preis an Jugendliche und Schüler*innen vergeben. Letztes Jahr ging der Zivilcouragepreis an Lothar König, der zu dem damaligen Zeitpunkt als Rädelsführer der Proteste in Dresden vor Gericht stand.
Videobeitrag der Filmpiraten vom ersten Prozesstag in Wien, Familientagebuch Josefs, Soligruppe 24.Januar

Prozessauftakt in Wien – gegen Josef


Seit vier Monaten sitzt der linke Aktivist Josef aus Jena und Mitglied der Falken in österreichischer Untersuchungshaft. Ihm wird absichtliche schwere Körperverletzung und Landfriedensbruch bei den Protesten zum “Wiener Akademikerball“ vorgeworfen. Um herauszufinden, warum er trotz eines entlastenden Stimmgutachtens immer noch in Untersuchungshaft sitzt und wie der erste Prozesstag verlaufen wird, sind die Filmpiraten nach Wien gefahren. Weitere Infos: Soli2401

Die Alu-Antifa und die Montagsdemo


Am 26.Mai war Jürgen Elsässer auf der Montagsdemo in Erfurt. Das Video zeigt einen Zusammenschnitt und zeigt die Hintergründe des Protestes gegen die Montagsdemo. Für weitere Informationen: Neue Rechte, Finanzkapital, Antisemitismus, Rothschild, Struktureller Antisemitismus, Bericht des Infoladens Sabotnik

Zwischen Verschwörung und Antisemitismus – Die Montagsdemo in Erfurt


Ein Bericht über die Montagsdemo “Friedenswache” in Erfurt. Im letzten Monat haben wir einige Veranstaltungen der damaligen Organisatoren besucht und versucht eine erste Bestandsaufnahme der Strukturen, Meinungen und Ideologien zu erfassen. Das offene Mikro wurde jedoch häufig genug von Menschen benutzt, die keinen Hehl aus ihren teils rassistischen und verschwörungstheoretischen Ansichten machten. Zu gleich kommen Kritiker der Veranstaltung zu Wort. Weitere Informationen zu Antisemitismus.

VIDEOAKTIVISMUS – Mit der Kamera für eine andere Welt

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Die Filmpirat*innen sind ein Videokollektiv aus Erfurt, das seit 2004 über antifaschistische, antirassistische und antikapitalistische Bewegungen berichtet. Der Ausgangspunkt ist die Kritik an kapitalistischen Mainstream-Medien. Dabei gehen sie der Frage nach, wie Videoaktivismus als eine emanzipatorische gesellschaftliche Intervention begriffen werden kann und stellen Möglichkeiten, Grenzen und Perspektiven ihrer videoaktivistischen Arbeit vor. Darüber hinaus werden Video-Beispiele aus dem Alltag der letzten zwei Jahren nicht zu kurz kommen.

26. Februrar | 19:00 Uhr | Café Nerly | Markstraße 6 | Erfurt