Hauptverhandlung im FPÖ-Prozess

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Vielen Dank für die Karrikatur an Local Times Erfurt

Endlich geht’s weiter! Am 11.02.2016 folgt nun der 2. Verhandlungstag im Prozess, der aus einer Klage der FPÖ und des Freiheitlichen Parlamentsklub gegen uns Filmpirat*innen entstand. Sie behaupten in ihrer Meinungsfreiheit behindert zu werden, weil wir sie aufgefordert haben unser Videomaterial nicht ungefragt* zu verwenden. Wir vermuten, die FPÖ möchte uns mit dem hohen Streitwert finanziell ruinieren. Das lassen wir nicht zu! Mit der #SeiunsereHeldin-Kampagne konnten wir vorerst die Anwältin bezahlen.

Es geht um 9:30 Uhr im Handelsgericht Wien, Zimmer 2305 im 23.Stock los. Als Zeuge soll Alexander Höferl, Leiter des FPÖ-Kommunikationsbüros und Chefredakteur von FPÖ TV. Wir sind gespannt, wie die FPÖ versucht, sich wieder selbst in die Opferrolle zu manövrieren.

Mehr zum ganzen FPÖ-Prozess gibt’s unter Infos FPÖ Prozess. So gut es eben geht, werden wir auf Twitter und Facebook live und im Anschluss auf dieser Webseite berichten. Auch prozess.report möchte live dabei sein. Wer schnell im Anschluss an den Prozess Infos braucht, kann sich gern bei uns melden.

*Wir hätten’s der FPÖ natürlich auch sonst nicht gestattet. (-;

Filmreihe über extreme Rechte: Über 20 Stunden Rohmaterial

Rohschnitt Antisemitismus

Screenshot Rohschnitt Antisemitismus-Beitrag

Die Dreharbeiten zur Mobit-Filmreihe über die extreme Rechte in Thüringen sind abgeschlossen. Insgesamt sind über 20 Stunden Rohmaterial zusammen gekommen. Auf unseren Festplatten nimmt das Rohmaterial über 450GB Speicherplatz ein. Insgesamt gab es 41 Drehs mit insgesamt 17 Interviews. Die Arbeit an den Rohfassungen läuft bereits auf Hochtouren. Die ersten Rohschnitte zu den „extrem rechten Einstellungen in der bürgerlichen Mitte“ und den „aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus“ sind bereits fertig. Aktuell wird an dem Beitrag zu „Nazis in den Kommunalparlamenten“ gearbeitet. Die Rohschnitte aller 6 Teile wird voraussichtlich Mitte Februar abgeschlossen sein. Danach geht es an den Feinschnitt. Für den Feinschnitt müssen dann die Grafiken erstellt und animiert werden. Übergänge, Zwischenschnitte, Bauchbinden und Anschlüsse werden eingefügt, Ton abgemischt, Helligkeit und Farbwerte angepasst. Gezeigt werden soll die Filmreihe erstmalig beim 15-jährigen Mobit-Geburtstag, voraussichtlich April oder Mai 2016.

Transitcamp Dobova – Alltag auf der Flucht durch Slowenien

mit Flüchtenden belegtes Zelt

mit Flüchtenden belegtes Zelt

Im Dezember 2015 wurde in einer thüringischen Kleinstadt ein Aufruf gestartet, um mit Winterklamotten und Schuhe die Flüchtenden im slowenische Dobova zu unterstützen. Zum Jahresbeginn brachen fünf junge Menschen mit zwei Autos auf. Dort halfen sie in drei Nachtschichten den Menschen, die einen sicheren Ort zum Leben suchen. Ein persönlicher Eindruck von dem alltäglichen Wahnsinn an nur einem Punkt auf der sogenannten Balkanroute. Geschildert von einem Filmpirat, der sich mit auf diese Reise begab.

Spendenabgabe in Dobova

Es ist dunkel und kalt und sehr still. Mit vier Freunden zwischen 20 und 30 stehe ich etwas hilflos auf einer Nebenstraße vor einem Gebäude. Es ist ein ungewöhnliches Haus mit drei Stockwerken, einfach gehalten und mit einer LKW-Zufahrt. Hinter dem Gebäude entdecken wir eine riesige langgezogene Halle. Ansonsten gibt es klassische Einfamilienhäuser, die aber im Schutze der Nacht kaum genauer auszumachen sind. Neben dem Haus verläuft eine doppelte Eisenbahnschiene.

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Interview-Halbzeit! Drei der sechs Kurzfilme über die extreme Rechte in Thüringen sind abgedreht

Interview mit Lenard Suermann beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS)

Interview mit Lenard Suermann beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS)

Die Interviews und Dreharbeiten zu Antisemitismus, Rechtsrock und rassistische Anti-Asyl-Proteste sind abgeschlossen. Insbesondere die letzte Woche waren wir viel unterwegs. Stationen waren die Universität Jena, die Universität Mainz und das Duisburger Institut für Sprach und Sozialforschung. Auch die restlichen 7 Interviews sollen noch bis Weihnachten im Kasten sein. Danach geht es an den Rohschnitt, die Grafiken werden entworfen und werden für Übersichten, Statistiken, etc. 2D-animiert.

Die thematische Kurzfilmreihe zur extreme Rechten in Thüringen, die Mobit zusammen mit den Filmpirat*innen erarbeitet, soll voraussichtlich im Mai 2016 zum 15jährigen Mobit-Geburtstag erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Die Reihe umfasst insgesamt 6 Kurzfilme zu je 5 Minuten. Die Themen sind Immobilien, Rechtsrock, Antisemitismus, rassistische Anti-Asylproteste, extrem rechte Einstellungen in der bürgerlichen Mitte und Nazis in Kommunalparlamenten.

Insgesamt 16 Interviews für die Filmreihe “Extreme Rechte in Thüringen”

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Ballstädtprozess: Erster Verhandlungstag im Erfurter Landgericht

Ob beim Ballstädt-Prozess, dem Argumentationstraining gegen Antisemitismus oder beim Handmade-Sammler gegen Rechts. Zur Zeit wird stark an der Mobit-Filmreihe zur extremen Rechten in Thüringen gearbeitet. Insgesamt stehen in den nächsten Wochen 16 Interviews mit den verschiedensten Menschen an: Stadträte, Funktionsträger*innen, Bildungsdozent*innen, Bürgermeister, Bundestagsabgeordnete, Soziologen- und Politikwissenschaftler*innen, Akteure der antifaschistischen Zivilgesellschaft, Professoren, Wissenschaftler*innen und Expert*innen auf den verschiedensten Ebenen.
Seit einiger Zeit arbeitet Mobit und die Filmpirat*innen an einer thematischen Kurzfilmreihe zur extremen Rechten in Thüringen. Die Reihe soll insgesamt 6 Kurzfilme zu je 5 Minuten umfassen. Die Themen sind Immobilien, Rechtsrock, Antisemitismus, rassistische Anti-Asylproteste, extrem rechte Einstellungen in der bürgerlichen Mitte und Nazis in Kommunalparlamenten.

Vorerst letzter Dreh unter Neonazis

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Für das Mobit-Filmprojekt über die extreme Rechte in Thüringen war am letzten Sonntag der vorerst letzte Drehtermin unter Neonazis. Ca. 80 von ihnen veranstalteten ihr „Heldengedenken für die toten deutschen Soldaten“ in Friedrichroda. Ihrem nordischen Gott Odin schien dies jedoch nicht zu gefallen und schickte Sturmböhen und Regen nach Friedrichroda. Ein Redner der Neonaziskleinstpartei „Der III. Weg“ sprach von dem Ruhm der deutschen Soldaten während der NS-Zeit, an dem sie heute anknüpfen müssen. So befinden sich die Neonazis heute wieder in einem Krieg gegen die „Deutsch-Feinde.“ Damit gemeint waren insbesondere Flüchtlingsaktivist*innen, die durch ihr Handeln zur Zerstörung des deutschen Volkes beitragen. Um den „Volkstod“ aufzuhalten, werden sie ihr Deutschland „bis zu dem letzten Tropfen Blut [..] verteidigen.“ Am Ende der Veranstaltung noch die obligatorischen Rufe nach den Waffengattungen der Wehrmacht und der Waffen-SS, die von den Anwesenden mit einem „hier“ beantwortet wurden. Gegenproteste waren am Ort des Geschehens nicht zu sehen. Wenige Stunden vorher gab es verschiedene kleine Gegendemonstrationen von Antifa und Zivilgesellschaft.
Seit einiger Zeit arbeitete Mobit und die Filmpirat*innen an einer thematischen Kurzfilmreihe zur extremen Rechten in Thüringen. Die Reihe soll insgesamt 6 Kurzfilme zu je 5 Minuten umfassen, die verschiedene Aspekte der extremen Rechten und deren Ideologie abdecken sollen.

Mit der FPÖ nichts Neues

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Auf dem antifaschistischen und antirassistischen Ratschlag letzten Samstag haben wir im Rahmen eines Workshops unsere Auseinandersetzung mit der FPÖ vorgestellt. Wir sehen die Klage der FPÖ als politisch-motiviert an, um uns mundtot zu machen. Es kann passieren, dass sich das Verfahren über 7 Jahre hinzieht. Inzwischen läuft das Verfahren bereits seit über einem Jahr. In der Summe lässt sich jedoch sagen, das es zum jetzigen Zeitpunkt noch immer nicht viel Neues gibt. Eigentlich sollte nach Aussagen unserer Anwältin der Verhandlungstermin im Herbst bzw. noch in diesem Jahr statt finden. Bis heute haben wir aber noch immer keine Ladung von Handelsgericht Wien erhalten. Wir gehen davon aus, dass die Verhandlung in Wien in der ersten Instanz erst im nächsten Jahr richtig beginnt. Wir versuchen hier auf unseren Blog regelmäßig euch immer zum aktuellen Stand zu informieren.

Mitgliederversammlung des Filmpirat*innen-Vereins

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Bereits am 24. September 2015 hat unser Verein die jährliche Mitgliederversammlung abgehalten. Insgesamt waren 10 Vereinsmitglieder, Fördermitglieder und Unterstützer anwesend. Wir haben die Filmpirat*innen-Tätigkeiten der letzten 2 Jahre Revue passieren lassen.
Diskutiert wurde der aktuelle Stand zum FPÖ-Prozess. Ein Prozesstermin beim Handelsgericht Wien ist noch immer nicht angesetzt. Das heißt wir müssen noch immer abwarten.
Zu den wichtigsten Änderungen innerhalb des Filmpirat*innen-Vereins gehört ein neu gewählter Vorstand und eine Satzungsänderung. Der Vereinsvorstand der Filmpirat*innen besteht zukünftig nur noch aus 2 Personen, die die Tätigkeit gleichberechtigt ausführen.

Neben den üblichen Vereinsformalien waren auch zukünftige Projekte Thema. Zum einen die aktuelle Mobit-Filmreihe über die extreme Rechte in Thüringen. Mobit arbeitet zusammen mit dem Filmpirat*innen-Verein an einer 6-teiligen Filmreihe zu den verschiedenen Facetten der extremen Rechten in Thüringen. Unser Verein stellt einen Teil der Videotechnik zur Verfügung und einzelne Filmpirat*innen sind maßgeblich an der Realisierung des Projektes beteiligt.
Zum zweiten soll nächstes Jahr unser neues Filmpirat*innen-2.0 – Projekt ComMed.tv starten. Daran wird inzwischen schon seit 2 Jahren geplant, programmiert und designt. Was es mit ComMed.tv genau auf sich hat, werden wir hier bald vorstellen.

Die Filmpirat*innen und die FPÖ-Klage – Vortrag beim Ratschlag

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Hat es System, dass die FPÖ antifaschistische Organisationen, Politiker*innen, kritische Journalist*innen oder die politische Opposition verklagt? Will die Rechtsaußen-Partei Antifaschist*innen einschüchtern und finanziell ruinieren, regelrecht nieder klagen, gar mundtot machen? Zur Zeit werden die Filmpirat*innen durch die größte europäische Rechtsaußen-Partei FPÖ mit einen Streitwert von 35 000 € verklagt. Es steht im Raum, dass das Verfahren 3-7 Jahre dauern kann. Das Verfahren läuft bereits seit über einem Jahr.
Beim diesjährigen antifaschistischen und antirassistischen Ratschlag in Weimar wollen wir eine Übersicht über das Verfahren geben. Anschließend wollen wir gemeinsam über mögliche Gegenstrategien diskutieren.
Der Ratschlag beginnt 9:45 Uhr mit Begrüßung und Auftaktpodium. Unser Workshop beginnt um 12 Uhr. Der genaue Raum wird auf dem Ratschlag bekannt gegeben.

Datum: 6. + 7. November 2015 in Weimar
Ort: Humboldt-Gymnasium, Prager Straße 42, Weimar-West
Hier das Programm und die Workshopübersicht diesjährigen Ratschlages

Arbeit an Kurzfilmreihe über die extreme Rechte in Thüringen

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Seit einiger Zeit arbeiteten Mobit und die Filmpirat*innen an einer thematischen Kurzfilmreihe zur extremen Rechten in Thüringen. Die Reihe soll insgesamt 6 Kurzfilme zu je 5 Minuten umfassen, die verschiedene Aspekte der extremen Rechten und deren Ideologie abdecken sollen. Die Arbeitsthemen sind

  • Rechtsrock und Großevents
  • Rechte Immobilien
  • Extrem Rechte in den Parlamenten
  • Rechte Einstellungen in der bürgerlichen Mitte
  • Asylfeindliche Proteste
  • Antisemitismus

Wir arbeiten schon seit längeren an dem Projekt, machen die Aktivität aber erst zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich. Sonst hätte die Gefahr bestanden, die Dreharbeiten zu erschweren. Die meisten Aufnahmen sind inzwischen abgedreht. Fertig werden sollen die Filme Anfang nächsten Jahres.