Was interessiert dich an Blockupy?

Hervorgehoben

Wir als Filmpiraten wollen bei den diesjährigen Blockupy-Aktionstagen vom 15. bis 25. Mai mit unseren Videokameras am Start sein. Leider können wir durch die dezentrale Aktionsform nicht bei allen Aktionen dabei sein. Wir haben uns deshalb mehrere Gedanken zu Blockupy gemacht und sind auf mögliche Themen getroßen. Welche Filmideen in Form eines Videobeitrags interessieren dich am meisten im Zusammenhang mit den Blockupy-Aktionstagen im Mai 2014?

Umfrage zu Blockupy 2014
(maximal 3 Antworten sind möglich)

VIDEOAKTIVISMUS – Mit der Kamera für eine andere Welt

26va
Die Filmpirat*innen sind ein Videokollektiv aus Erfurt, das seit 2004 über antifaschistische, antirassistische und antikapitalistische Bewegungen berichtet. Der Ausgangspunkt ist die Kritik an kapitalistischen Mainstream-Medien. Dabei gehen sie der Frage nach, wie Videoaktivismus als eine emanzipatorische gesellschaftliche Intervention begriffen werden kann und stellen Möglichkeiten, Grenzen und Perspektiven ihrer videoaktivistischen Arbeit vor. Darüber hinaus werden Video-Beispiele aus dem Alltag der letzten zwei Jahren nicht zu kurz kommen.

26. Februrar | 19:00 Uhr | Café Nerly | Markstraße 6 | Erfurt

Dritte bundesweite Videoaktivist*innen-Vernetzung vom 28.2. – 2.3.2014 in Erfurt

Wir sind eine Vernetzung von Gruppen und Einzelpersonen freier Film-schaffender, die fernab von TV- Sendern und kommerziellen Produktionsfirmen mit einem sozialkritischen Anspruch Filmarbeit macht. Die Themen der teilnehmenden Personen, informellen Gruppen und Vereine bewegen sich bisher im Spannungsfeld zwischen Protestbewegungen, Sozialkritik, Ökologie, Selbstorganisation – im weitesten Sinne also Themen rund um linke außerparlamentarische Politik. Die meisten von uns stellen ihre Arbeiten unter freie Lizenzen ohne Copyrightschutz, so dass eine Weiterverbreitung der Filme unkompliziert möglich wird (z.B. Creative Commons Lizenzen).

Wir würden uns freuen, wenn Du/Ihr zu dem Treffen in Erfurt hinzukommst! Organisiert wird das Treffen von den Filmpiraten in Erfurt.

2013 gab es bereits zwei Treffen dieser Art. Zum einen im Frühjahr auf Einladung von Graswurzel TV in Lüneburg, zum anderen im Spätsommer auf dem Wukaniahof bei Berlin. Ziel der Treffen sind die Vernetzung und der Austausch von unabhängigen Filmemacher*innen.

Eines der Ziele dieses dritten Treffens ist die Schaffung eines gemeinsamen Online-Portals für Videoaktivist*innen. So sollen neue Ausspiel- und Verbreitungswege für unabhängige Filmemacherinnen geschaffen und Potenziale bei der Verbreitung unserer Filme und Videos gebündelt werden. Daneben sind Arbeitsgruppen und Plenarsessions zu folgenden Themen geplant:

  • Blick über den Tellerrand – was machen die anderen so? Vorstellung von Gruppen, Einzelpersonen und die Motivation Filme zu machen (möglich in Kombination mit einem Filmabend)
  • Selbstkritischer Blick: “Videoaktivismus zwischen Propaganda, Öffentlichkeitsarbeit und Graswurzeljournalismus”
  • Vorbereitung der Videoaktivist*innen-Medienwerkstatt im Sommer auf dem Wukaniahof (bei Berlin) 8.-13. Juli 2014
  • Austausch zur Finanzierung von politischen Filmprojekten
  • Austausch zu Aufbau von Videobeiträgen, Kameraführung und
    Videoschnitttechniken
  • Wege zum gemeinsamen Videoaktivist*innen-Portal im Internet.
  • Und keinen Interessiert’s – Wie könnten Graswurzelmedien relevant werden?

Das Treffen ist offen für Interessierte, eine Anmeldung wäre aber trotzdem erfoderlich, damit wir besser für Übernachtungen und Essen planen können. Einfach bei den unter Kontakt gegebenen Möglichkeiten melden. Wenn Du ein Thema vermisst, dann erwähne diese bitte in Deiner Anmeldungsmail. Ein festes Programm wird auf Basis eines konkreten Vorschlags des Planer*innenteams am ersten Abend im Plenum festgelegt.

Für die gesamte Vernetzung 2014 haben wir als Filmpiraten bei Jugend in Aktion Fördergelder beantragt, damit die entstehenden Kosten nicht bei Einzelpersonen oder Gruppen hängen bleibt.

#4 – Ein anarchistisches Cafè in Istanbul


An der Außenwand hängt ein schwarz-roten Schild mit der Aufschrift „KAFE 26A“. Wir befinden uns in einer Seitenstraße direkt im Zentrum von Istanbul. Drinnen herrscht reges Treiben. Die Menschen sitzen einzeln oder zusammen und trinken Tee. Auf den zweiten Blick unterscheidet sich jedoch das Café von anderen. Die verschieden Plakate an den Wänden, die Broschüren und Bücher in den Regalen zeigen den Unterschied. Wir sind in einem Café, das vom anarchistischen Kollektiv 26A betrieben wird. Auf Nachfrage bekommen wir die Arbeitsweise und die Prinzipien des Cafés erklärt. Sie verstehen sich als solidarisches und antikapitalistisches Projekt, das als Modell dienen kann, eine andere Wirtschaft nach dem Kapitalismus aufzubauen.
Im vierten und letzten Teil unserer Serie „Filmpiraten in Istanbul“ stellen wir das Café und das Kollektiv 26A vor. Einige Filmpirat*innen verbrachten im September 2013 ihren Urlaub in Istanbul und haben nebenbei verschiedene Interviews gemacht und gefilmt. Heraus kamen am Ende insgesamt vier kurze Filmbeiträge über die Gezi-Park-Bewegung, wie sich die Bewegung zur Zeit organisiert, einen Beitrag über eine feministische Demonstration und eine über das Café des anarchistischen Kollektivs 26A.

#3 – Eine feministische Demonstration in Istanbul


In den Tagen der Gezi-Park-Besetzung im Herzen von Istanbul ging die Polizei mit äußerster Härte gegen die Aktivist*innen vor. In der ganzen Türkei wurden Tausende in Polizeigewahrsam genommen. Drei Monate später, im September 2013 fand im Stadtteil Kadikoy in Istanbul eine feministische Demonstration statt. Thema waren sexuellen Übergriffe während des Polizeigewahrsams und die aktuelle konservative Politik der AKP und ihrem Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Die Abschlusskundgebung sollte eigentlich an einer Polizeistation abgehalten werden. Die Demonstration musste jedoch kurz vorher stoppen, weil die Polizei, teilweise schwer bewaffnet, die Demonstrant*innen am weiterlaufen hinderte.
Das ist der dritte Teil der vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“. Die ersten Teile „Spuren und Erinnerungen – Der Gezi-Park“ und „Was kommt nach dem Gezi-Protest“ wurden bereits veröffentlicht. Der letzte Teil wird die nächsten Tage ebenfalls auf http://filmpiraten.org veröffentlicht.

#2 – Was kommt nach dem Gezi-Protest?


Die Bilder gingen um die Welt. Im Juni 2013 räumte die Polizei den besetzten Gezi-Park und den Taksim-Platz im Herzen von Istanbul. Danach ist es in der Berichterstattung ruhiger geworden. Ist seitdem nichts mehr passiert? Was das alles nur eine einmalige Sache?
Drei Monate später, im September 2013, verbrachten einige Filmpiraten ihren Urlaub in Istanbul und haben eine kleine Kamera im Gepäck nicht vergessen. Im zweiten Teil der Serie „Filmpiraten in Istanbul“ geht es um die sogenannten Parkforen. In verschiedenen Stadtteilen von Istanbul gibt es seit der Räumung des Gezi-Parks öffentliche Versammlungen, um sich auf die nächste Proteste vorzubereiten und um die Diskussion weiter voran zu treiben.
Das ist der zweite Teil der vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“. Der erste Teil „Spuren und Erinnerungen – Der Gezi-Park“ wurde bereits veröffentlicht. Die anderen zwei Teile werden die nächsten Tage ebenfalls auf http://filmpiraten.org veröffentlicht.

#1 – Spuren und Erinnerungen – Der Gezi-Park


So gut wie nichts mehr scheint aktuell im Gezi-Park an die große Bewegung vor einigen Monaten zu erinnern. Im Zentrum von Istanbul, direkt neben dem Taksim-Platz, liegt der Gezi-Park, der im Juni 2013 die ganze Türkei im Atem hielt. Für 10 Tage haben damals tausende Aktivist*innen den Park besetzt und der Staatsmacht getrotzt. Im ersten Teil unserer vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“ geht es um den Gezi-Park. Dazu sprechen wir mit Tuncay, einen Aktivist der ersten Stunde. Er führt uns durch den Gezi-Park, vorbei an übermalten Parolen und seinen Erinnerungen.
Die anderen drei Teile unserer vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“ werden innerhalb der nächsten Tage veröffentlicht.

Filmpremiere – Filmpiraten in Istanbul

Einige Filmpiraten verbrachten ihren Sommer in Istanbul und filmten die Nachwirkungen der Gezi-Proteste. Nun wollen wir die vier Kurzdokumentationen zum ersten Mal präsentieren und darüber mit euch in Diskussion treten.

Es gibt mehrere Kurzfilme zu folgenden Themen:

  • Der Gezi-Widerstand
  • Ein Anarchistisches Café
  • Die Gezi-Organisierung von unten
  • Eine feministische Demonstration

Filmpremiere | 10. Dezember 2013 | 19 Uhr | Radio F.R.E.I. | Gotthardtstr. 21 | Erfurt

Greiz: Proteste gegen den Fackelmarsch


Wie schon die Wochen vorher demonstrierte am 23. November 2013 die „Bürgerinitiative gegen das Asylbewerberheim” in Greiz. Dafür hatten sie bundesweit zu einem Fackelmarsch aufgerufen. Dem Aufruf folgen ca. 180 „Wutbürger”, darunter auch Nazis aus Weimar und Jena.

Insgesamt gab es drei Gegenveranstaltungen, bei denen sich insgesamt ca. 400 Menschen anschlossen. Zum einen gab es die Bürgerinitiative „Weil wir Greiz lieben”, die Kirche hatte gegen die „Bürgerinitiative” mobil gemacht, sowie verschieden antifaschistische und antirassistische Gruppen. Letzt genannte schafften es mit einer spontanen Demonstration bis auf 50 Meter an den Fackelmarsch.

Der goldbraune Scheißhaufen von Friedrichroda


Bei dem Aufruf die Waffen-SS zu verehren, stehen die ca. 100 „nationalen Kameraden“ stramm in Reih und Glied. Der Rauch ihrer leuchtenden Fackeln steigt in den Sternenhimmel. Sie wollen den „Leistungen vergangener Generationen“ gedenken. Damit meinen sie die Verbrechen der Deutschen im Nationalsozialismus, Überfälle auf dutzende Länder und Millionen Morde an deren Bevölkerung.
Die Zeremonie erinnert an längst vergangene Inszenierungen der Nazis. Anscheinend ist in Friedrichroda die Zeit stehen geblieben. Seit 10 Jahren findet diese Veranstaltung anlässlich des Volkstrauertages in Friedrichroda statt und verläuft im wesentlichen ungestört. Auch den Bürgermeister der Stadt Friedrichroda stören eher die Gegner dieser Veranstaltung. „Die Stadt Friedrichroda wurde beschmutzt, deren Bürger und Demokraten wurden in den Dreck gezogen,” so der Bürgermeister Thomas Klöppel in der Thüringer Allgemeinen über eine Preisverleihung der Antifa. Wenige Tage vor dem diesjährigen Volkstrauertag hat das antifaschistische Bündnis „Volkstrauertag abschaffen“ die Stadt Friedrichroda und ihre Einwohner mit dem „Goldenen Scheißhaufen“ ausgezeichnet. Der Preis steht für „10 Jahre Ignoranz und Akzeptanz von Naziaufmärschen, NS-Verharmlosung und Menschenhass“ und wurde dem Kopfsteinpflaster in einer fast menschenleeren Fußgängerzone „überreicht“.