Mitbestimmung von Frauen im Thüringer Landtag?

Frauen verrichten häufiger die Hausarbeit, verdienen durchschnittlich weniger Geld und sitzen weniger in Chefetagen. Wie sieht es im Thüringer Landtag aus? Wie viel haben Frauen da wirklich zu melden? Wir haben verschiedene Daten ausgewertet und in unserem Video veröffentlicht.

#HackAfD

nicht vergessen! Am 27. Oktober 2019 sind Landtagswahlen!

Hack die AfD?

#HackAfD
#HackAfD ist unsere Videokampagne gegen die AfD

In wenigen Tagen ist Landtagswahl in Thüringen. Wie auch schon in Sachsen und Brandenburg wird erwartet, dass die AfD hohe Wahlgewinne erzielen wird.

Als Filmpiratinnen und Filmpiraten arbeiten wir seit Monaten daran, dem etwas entgegen zu setzen. Das Resultat sind mehrere Videoclips, die in vielerlei Hinsicht für uns revolutionär sind. Zum einen wurde monatelang mit der Programmiersprache Python experimentiert, recherchiert und Code geschrieben. Zum anderen haben wir nicht einmal eine Videokamera in der Hand gehabt. Die Clips sind komplett mit Grafiken animiert.

Insgesamt sind es drei kurze Videoclips zwischen zwei und drei Minuten Länge. Das Ziel der Video ist statistisch zu beweisen, dass die AfD keine wählbare Alternative ist. Voraussichtlich werden die Clips in den nächsten Tagen veröffentlicht. Keinen Fußbreit der AfD!

„Das blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen“ kommenden Freitag online veröffentlicht

Kommenden Freitag ist der 18. Jahrestag des gewaltsamen Todes von Axel U. durch einen Neonazi. Zu diesem Anlass werden wir unseren Film „Das blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen“ online veröffentlichen. Am 24. Mai 2001 wurde Axel U. durch einen Neonazi mit Springerstiefeln so schwer verletzt, das dieser noch am Tatort verstarb. Der Täter ein Funktionär des Thüringer Heimatschutzes. Das Opfer Axel U. wurde von vielen zu dieser Zeit dem sogenannten „Trinkermilieu“ zugeordnet. Dieser Fall ist bis heute nicht als politisch motivierter Fall von den Behörden anerkannt.

Das Blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen – Premiere 10. April 2018 Klubhaus Saalfeld 19 Uhr

Axel U. wurde in der thüringischen Kleinstadt Bad Blankenburg am 24. Mai 2001 von einem stadtbekannten Neonazi brutal getötet. Doch Polizei, lokale Medien und Stadtpolitik tun sich schwer damit, dies als Tat eines gewalttätigen Neonazis einzuordnen. Weil Axel U. auch für sie am Rande der Gesellschaft stand? Durch monatelange Recherchen wurde den Fall erneut aufgerollt, Akten der Sicherheitsbehörden durchforstet und mit Angehörigen und Zeitzeug*innen gesprochen. Dabei kam heraus, wie unfassbar viel die Geheimdienste und Polizeien eigentlich schon damals wussten. Besonders bizarr: Der Täter kommt aus einem Umfeld, aus denen auch die späteren NSU-Terroristen stammen. Trotzdem: Den Fall halten die Behörden bis heute nicht für eine neonazistische Gewalttat – und Axel U. ist nur einer von vielen …

Im Anschluss möchten wir mit euch zu Folgen und Aktualität neonazistischer Gewalt in Thüringen ins Gespräch kommen. Folgende Gäste haben wir hierfür eingeladen:

Christina Büttner (ezra)
Katharina König-Preuss (MdL, DIE LINKE)
Christoph Lammert (mobit)
Kristin Pietrzyk (Rechtsanwältin)
Jan Smendek (Autor des Filmes, Filmpirat*innen)
Silke Streipert (Zeitzeugin aus dem Film)

Die Moderation übernimmt Ulrike Irrgang vom Radio F.R.E.I.

Premiere ist am 10. April 2018 um 19 Uhr im Klubhaus Saalfed (Breitscheidstr.1b, 07318 Saalfeld/Saale). Eintritt frei. Die Facebook-Veranstaltung dazu ist hier zu finden.

 

Unruhe vor dem Sturm – oder: wie der nächste Film entsteht

die Angehörigen am Grab des Opfers

Wie im März berichtet ist es nicht nur wegen der FPÖ (gewonnen, nächste Klage) so ruhig um uns geworden, sondern auch, weil wir an einem längeren Filmprojekt arbeiten. Mit angepeilten 30min soll der Film einer der größten Filme der Filmpirat*innen werden.

Aber nicht nur das, schon jetzt zeichnet sich ab, dass er handwerklich einige Neuerungen mitbringt. So haben wir mit einigen neuen professionellen Filmemacher*innen aktiv zusammengearbeitet, Film-Kräne und -Drohnen genutzt, Gerichte und Ministerien monatelang genervt und sind immer wieder an den Ort des Geschehens gefahren. Wir haben sehr intensiv recherchiert und kennen die Fälle, die wir im Film zeigen, in und auswendig. Wir haben viele Gespräche mit Angehörigen und Bekannten der Betroffenen rechter Gewalt geführt, Bilder aus alten Tagen bekommen und uns die Orte der Taten gemeinsam angeschaut. Es ist beeindruckend und traurig zu sehen, was die Freund*innen rechter Todesopfer durchgemacht haben und wie sie dafür gekämpft haben, dass rechte Gewalt als solche von den Behörden ernst genommen wird.

Wir haben dadurch einen hohen Anspruch an den Film entwickelt und hoffentlich können wir diesem gerecht werden. Mit Kräften werden wir versuchen euch einen hochwertigen Film zu präsentieren, der den Betroffenen rechter Gewalt hilft und den Finger in die Wunde legt. Schon jetzt merken wir, wie unruhig manche Verantwortliche in manchen Orten Thüringens geworden sind, weil wir kritisch nachgefragt haben. Das ist uns ein gutes Zeichen. Aktuell drehen wir die letzten Szenen und beginnen als bald mit dem Grobschnitt. Grade jetzt, nach der desaströsen Bundestagswahl, bekommt der Film umso mehr seine Berechtigung.

#SeiunsereHeldin