Was interessiert dich an Blockupy?

Edit 19.05.2014
Aufgrund von mangelnden Kapazitäten konnten wir leider die meisten Projekte zu den Blockupy-Aktionstagen nicht umsetzen. Jedoch ist nach Blockupy vor Blockupy: Im Herbst diesen Jahres wollen wir wirklich am Start sein. Vielen Dank an alle, die bei unserer Umfrage mitgemacht haben.

Wir als Filmpiraten wollen bei den diesjährigen Blockupy-Aktionstagen vom 15. bis 25. Mai mit unseren Videokameras am Start sein. Leider können wir durch die dezentrale Aktionsform nicht bei allen Aktionen dabei sein. Wir haben uns deshalb mehrere Gedanken zu Blockupy gemacht und sind auf mögliche Themen getroßen. Welche Filmideen in Form eines Videobeitrags interessieren dich am meisten im Zusammenhang mit den Blockupy-Aktionstagen im Mai 2014?
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#3 – Eine feministische Demonstration in Istanbul


In den Tagen der Gezi-Park-Besetzung im Herzen von Istanbul ging die Polizei mit äußerster Härte gegen die Aktivist*innen vor. In der ganzen Türkei wurden Tausende in Polizeigewahrsam genommen. Drei Monate später, im September 2013 fand im Stadtteil Kadikoy in Istanbul eine feministische Demonstration statt. Thema waren sexuellen Übergriffe während des Polizeigewahrsams und die aktuelle konservative Politik der AKP und ihrem Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Die Abschlusskundgebung sollte eigentlich an einer Polizeistation abgehalten werden. Die Demonstration musste jedoch kurz vorher stoppen, weil die Polizei, teilweise schwer bewaffnet, die Demonstrant*innen am weiterlaufen hinderte.
Das ist der dritte Teil der vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“. Die ersten Teile „Spuren und Erinnerungen – Der Gezi-Park“ und „Was kommt nach dem Gezi-Protest“ wurden bereits veröffentlicht. Der letzte Teil wird die nächsten Tage ebenfalls auf http://filmpiraten.org veröffentlicht.

#2 – Was kommt nach dem Gezi-Protest?


Die Bilder gingen um die Welt. Im Juni 2013 räumte die Polizei den besetzten Gezi-Park und den Taksim-Platz im Herzen von Istanbul. Danach ist es in der Berichterstattung ruhiger geworden. Ist seitdem nichts mehr passiert? Was das alles nur eine einmalige Sache?
Drei Monate später, im September 2013, verbrachten einige Filmpiraten ihren Urlaub in Istanbul und haben eine kleine Kamera im Gepäck nicht vergessen. Im zweiten Teil der Serie „Filmpiraten in Istanbul“ geht es um die sogenannten Parkforen. In verschiedenen Stadtteilen von Istanbul gibt es seit der Räumung des Gezi-Parks öffentliche Versammlungen, um sich auf die nächste Proteste vorzubereiten und um die Diskussion weiter voran zu treiben.
Das ist der zweite Teil der vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“. Der erste Teil „Spuren und Erinnerungen – Der Gezi-Park“ wurde bereits veröffentlicht. Die anderen zwei Teile werden die nächsten Tage ebenfalls auf http://filmpiraten.org veröffentlicht.

#1 – Spuren und Erinnerungen – Der Gezi-Park


So gut wie nichts mehr scheint aktuell im Gezi-Park an die große Bewegung vor einigen Monaten zu erinnern. Im Zentrum von Istanbul, direkt neben dem Taksim-Platz, liegt der Gezi-Park, der im Juni 2013 die ganze Türkei im Atem hielt. Für 10 Tage haben damals tausende Aktivist*innen den Park besetzt und der Staatsmacht getrotzt. Im ersten Teil unserer vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“ geht es um den Gezi-Park. Dazu sprechen wir mit Tuncay, einen Aktivist der ersten Stunde. Er führt uns durch den Gezi-Park, vorbei an übermalten Parolen und seinen Erinnerungen.
Die anderen drei Teile unserer vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“ werden innerhalb der nächsten Tage veröffentlicht.

Anti-Repressiondemo in Jena


Am 06.06. demonstrierten ca. 350 Menschen in Jena gegen die Gewalt der Polizei in der Türkei und währender Blockupy Demo am 01.06. in Frankfurt. Daneben spielte die Kritik der Kontrollen von Menschen durch die Polizei wegen der Hautfarbe oder durch bestimmte Kleidung eine Rolle. Vor der Jungen Gemeinde in Jena wurde auch die Kriminalisierung von Antifaschistischen Widerstand thematisiert. Erneut wurde Solidarität mit Lothar König erklärt. Allerdings geriet mit Occupy Gezi durch die Vielzahl an Themen ein ursprünglicher Anlass der Demonstration ins hinter treffen, der ca. 50 Menschen aus migrantischen Communities zur Demonstration gebracht hatte.

Blockupy: Dutzende Verletzte für Vermummung?


Über 200 verletzte Demonstrant*innen hat nach Angaben des Blockupy-Bündnisses der Polizeiansatz gegen die Bündnisdemonstration verursacht. Nach nur einem Kilometer stoppte die Polizei einen Teil der Demonstrantion und kesselte diese ein. Die Polizei begründete den massiven Einsatz mit dutzenden Verletzten, mit Vermummung, Styroporschildern und gezündeter Pyrotechnik. Nach Einschätzung des Blockupy-Bündnisses war der Kessel der Polizei im vornherein geplant gewesen. Außerdem ist die Polizei erst dann mit Farbe beworfen worden, nachdem diese gegen die Demonstration vorgegangen sei.

Goldene Kartoffel für Bundespolizei Frankfurt


Im Dezember letzten Jahres hat sich die Polizei des Frankfurter Flughafens der Initiative „Respekt! – Kein Platz für Rassismus“ angeschlossen und damit sich selber als antirassistisch tituliert. Ein halbes Jahr später besuchten im Rahmen der Blockupy-Aktionstage mehrere Hundert Aktivist_innen den Frankfurter Flughafen, um gegen staatlichen Rassismus und Abschiebungen zu demonstrieren. Unter dem Motto „Blockupy Deportation Airport“ fand eine Demonstration mitten im Terminal des Frankfurter Flughafen statt. Für ihre Arbeit um Flüchtlinge aus Deutschland abzuschieben wurde der Polizei den Preis der goldenen Kartoffel verliehen.
Obwohl im Vorfeld die Demonstration gerichtlich bestätigt wurde, war es der Polizei anzumerken, dass sie alles daran setzte, diese Demonstration so nicht statt finden zu lassen. Bei dem Versuch das Terminal zu betreten, stellten sich mehrere Einheiten der Polizei den Aktivist*innen in den Weg und hielten sie mit Hilfe von Pfefferspray und Schlägen davon ab, das Terminal zu erreichen. Nach langer und schleppender Diskussion mit dem Einsatzleiter der Polizei konnte die Demonstration dann doch statt finden. Eingekesselt von mehreren Hundertschaften Polizei liefen die Aktivist*innen lautstark eine Runde durch die Terminals des Flughafens. Vereinzelt gab es immer wieder Geschubse mit der Polizei.

Video: Antifaschistische Schneebälle in Dresden


Ein Wort mit X, das war wohl nix – so müsste wahrscheinlich das Resümee der Nazis lauten. Der großangelgte Nazi-Gedenkmarsch fiel auch 2013 in Wasser, oder genauer gesagt in den Schnee. Mehrere Tausend Gegner_innen blockierten an verschiedenen Stellen mehrere größere Gruppen von Nazis, sodass sie noch nicht einmal zu ihrem Auftaktort ihres Gedenkens kommen konnten. Beiläufig wurden die Nazis in größeren Maßen mit Schneebällen beworfen. Am Hauptbahnhof wurden die Nazis deswegen richtig sauer und attackierten mehrere Antifaschist_innen. Das Video kann auch im Filmpiraten-Youtube-Kanal oder auf facebook angeschaut werden.

Solidarität mit Botschaftsbesetzer_innen


Kurzfristig haben sich in Erfurt ca. 50 Menschen zusammengefunden, um sich mit den Besetzer_innen der nigerianischen Botschaft zu solidarisieren. Am 15.10.2012 wurde in Berlin die Botschaft Nigerias von Antira-Aktivist_innen besetzt, um gegen die Zusammenarbeit des nigeranischen Staates mit den deutschen Abschiebebehörden zu protestieren. Die Besetzung wurde kurz darauf von der Polizei auf ihre Art und Weise beendet. Die Demonstration in Erfurt richtete sich gegen das brutale Vorgehen der Polizei bei der Beendigung der Besetzung, sowie die anschließende Verhaftung der Aktivist_innen. Das Video kann auch im Filmpiraten-Youtube-Kanal oder auf facebook angeschaut werden.