Blockupy und die radikale Linke


Die radikale Linke und ihr Verhältnis zu Blockupy – Für den einen Teil eine Form der gesellschaftlichen Intervention, um antikapitalistische Positionen aus dem Schattendasein zu holen. Für den anderen Teil der Inbegriff der verkürzten Kapitalismuskritik, wenn es um Banken, Spekulationen oder Manager geht. In dem Video kommt Martin vom „..ums Ganze!“-Bündnis zu Wort. Es geht um den Aufbau des Blockupy-Camps, die radikale Linke und ihr Verhältnis zu Blockupy, sowie verkürzte Kapitalismuskritik.

Antikapitalistisch tanzen bis es kracht!


Unter dem Motto „Lasst’s krachen – Soziale Revolution statt autoritärer Krisenbewältigung“ tanzten am Vorabend des Ersten Mai trotz strömenden Regens ca. 300 meist junge Menschen durch Erfurt, um gegen Kapitalismus zu demonstrieren. Obwohl die Demonstration von viel Polizei begleitet direkt durch die Erfurter Innenstadt lief und dort bei den Passanten viel Aufmerksamkeit erregte, gab es kein Interesse der kommerziellen Medien über dieses Ereignis zu berichten. Kleinlich genau jedoch nahmen Ordnungsamt und Polizei diverse Dinge unter die Lupe. Mit Emissions-Messgerät ausgestattet liefen Vertreter*innen des Ordnungsamtes neben der Demonstration her, um die zulässige Maximallautstärke im Auge zu behalten. Auch bei den Boxen des Lautsprecherwagens musste von der Polizei im Vorfeld sicher gestellt werden, dass bei Schrittgeschwindigkeit und einer Vollbremsung die Boxen nicht durch die Luft fliegen. Trotz der Verzögerungen konnte die Demonstration relativ pünktlich starten.

Hausbesetzung statt Anti-Nazi-Kampf


Statt direkt gegen den Naziaufmarsch in Erfurt vorzugehen, besetzte eine Gruppe das alte Schauspielhaus am Morgen des Ersten Mai in der Brühlervorstadt. Kurz nachdem die Besetzung von der Polizei entdeckt worden ist, riegelten sie das Gebäude ab. Trotzdem fand die Besetzung im Laufe des Tages Unterstützung von mehreren Hundert Menschen, die sich auf Kundgebungen vor und hinter dem Gebäude versammelten. Nach Gesprächen mit einem Stadtrat der SPD und dem Versprechen, dass es in Zukunft Verhandlungen über ein neues soziales Zentrum geben soll, verließen die Besetzer*innen am späten Abend wieder das Gebäude. Eine Erklärung der Besetzer*innen findet sich auf Indymedia.

Weiße Farbkleckse schlimmer als 3,81€ Stundenlohn?


Was ist schlimmer: prekäre Arbeitsbedingungen oder weiße Fußstapfen in der Innenstand von Jena? Wenn man die mediale Öffentlichkeit in Jena anschaut scheint es eher das Letztere zu sein. Deswegen gab es am 22.Januar 2013 ein Prozess am Amtsgericht Jena, bei dem mehrere Leute wegen Sachbeschädigung vor Gericht standen. Der Hintergrund war eine Aktion der „Industriellen Reservearmee“ in der Vorwoche vom 1.Mai 2011. Bei einem Stadtrundgang wurden prekäre Orte der Stadt Jena aufgesucht und diese mit weißen Fußstapfen markiert. Insgesamt wurden damals 4 Orte aufgesucht. Die Universität Jena, bei der Angestellte teilweise 60 Stunden in der Woche arbeiten müssen, eine bundesweite Friseurkette, die 3,81€ Stundenlohn zahlt, eine große Leiharbeitsfirma und die stadteigene Arbeitsvermittlungsfirma „Jenarbeit“. Einer der Angeklagten erzählt von der Aktion und deren Hintergründe. Das Verfahren wurde inzwischen mit einer Zahlung von je 100€ pro Person Geldstrafe eingestellt. Das Video kann auch im Filmpiraten-Youtube-Kanal oder auf facebook angeschaut werden.

Kurdische Demonstration in Erfurt


Am 12. Ja­nu­ar fand eine Demo für die drei er­mor­de­ten Kur­din­nen von Paris statt. Ca. 200 Men­schen be­tei­lig­ten sich um den Toten zu ge­den­ken. In Re­de­bei­trä­gen wurde mehr­fach er­wähnt, dass Sa­ki­ne Cansız als ein­zi­ges weib­li­ches Grün­dungs­mit­glied der PKK hin­ge­rich­tet wurde. An 3 ver­schie­de­nen Kund­ge­bungs­sta­tio­nen wur­den Re­de­bei­trä­ge ver­le­sen, die die Zu­sam­men­ar­beit der staat­li­chen Be­hör­den Frank­reichs und Deutsch­land mit der tür­ki­schen Re­gie­rung bei der Re­pres­si­on des kur­di­schen Be­frei­ungs­kampf kri­ti­sie­ren. Auch bei die­ser De­mostra­ti­on waren staat­li­che Über­wa­chungs­or­ga­ne im Um­feld un­ter­wegs. Das Video kann auch im Filmpiraten-Youtube-Kanal oder auf facebook angeschaut werden.

M31 – Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus in Frankfurt/Main


Laut der Pressemitteilung des M31-Bündnisses demonstrierten zu M31, dem europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus am 31.März 2012, 6000 Menschen in Frankfurt. Das Video zeigt neben Ausschnitten aus Redebeiträgen heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei, weil es während der Demonstration zu Angriffen auf die Europäische Zentralbank, das Jobcenter, eine Polizeiwache und andere Gebäude kam.
Das Video kann auch im Filmpiraten-Youtube-Channel angeschaut oder auf Indymedia runter geladen werden.

M31 – Mobifilm: Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus am 31.März 2012 in Frankfurt/Main


Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU, ihren Mitglieds- und Beitrittsstaaten setzen auf mehr „Wettbewerb“ und einen brutalen Sparkurs, um das „Vertrauen“ und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum.
Den gesamten Aufruf gibt es auf march31.net

Occupy-Demo in Erfurt


Am 15.1.2012 fand eine Bündnisdemo von Occupy Thüringen unter dem Motto „Viele Kerzen für die Demokratie“ in Erfurt statt. Obwohl so ein Motto wie auch das Auftreten ungewöhnlich sind, beteiligten sich ca 100 Menschen insbesondere aus dem Nicht-Linksradikalen Lager. Neben den Redebeiträgen der Veranstalter kommt Volker als Antikapitalist zu Wort und kritisiert einige Inhalte der Occupy- und Echte-Demokratie-Jetzt-Bewegung.

Anti-G8-Camp Inski


Vom 4. bis 13. August 2006 fand in Steinhagen in der Nähe von Heiligendamm ein Vorbereitungscamp für die Proteste gegen den G8-Gipfel statt. Der 9-minütige Film zeigt das Camp, einige Argumente gegen G8 und dokumentiert die Badetag-Aktion vor dem Kempinski Grand Hotel, wo vom 6.-8. Juni 2007 der G8 stattfinden soll.