#1 – Spuren und Erinnerungen – Der Gezi-Park


So gut wie nichts mehr scheint aktuell im Gezi-Park an die große Bewegung vor einigen Monaten zu erinnern. Im Zentrum von Istanbul, direkt neben dem Taksim-Platz, liegt der Gezi-Park, der im Juni 2013 die ganze Türkei im Atem hielt. Für 10 Tage haben damals tausende Aktivist*innen den Park besetzt und der Staatsmacht getrotzt. Im ersten Teil unserer vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“ geht es um den Gezi-Park. Dazu sprechen wir mit Tuncay, einen Aktivist der ersten Stunde. Er führt uns durch den Gezi-Park, vorbei an übermalten Parolen und seinen Erinnerungen.
Die anderen drei Teile unserer vierteiligen Serie „Filmpiraten in Istanbul“ werden innerhalb der nächsten Tage veröffentlicht.

Anti-Repressiondemo in Jena


Am 06.06. demonstrierten ca. 350 Menschen in Jena gegen die Gewalt der Polizei in der Türkei und währender Blockupy Demo am 01.06. in Frankfurt. Daneben spielte die Kritik der Kontrollen von Menschen durch die Polizei wegen der Hautfarbe oder durch bestimmte Kleidung eine Rolle. Vor der Jungen Gemeinde in Jena wurde auch die Kriminalisierung von Antifaschistischen Widerstand thematisiert. Erneut wurde Solidarität mit Lothar König erklärt. Allerdings geriet mit Occupy Gezi durch die Vielzahl an Themen ein ursprünglicher Anlass der Demonstration ins hinter treffen, der ca. 50 Menschen aus migrantischen Communities zur Demonstration gebracht hatte.

Blockupy: Dutzende Verletzte für Vermummung?


Über 200 verletzte Demonstrant*innen hat nach Angaben des Blockupy-Bündnisses der Polizeiansatz gegen die Bündnisdemonstration verursacht. Nach nur einem Kilometer stoppte die Polizei einen Teil der Demonstrantion und kesselte diese ein. Die Polizei begründete den massiven Einsatz mit dutzenden Verletzten, mit Vermummung, Styroporschildern und gezündeter Pyrotechnik. Nach Einschätzung des Blockupy-Bündnisses war der Kessel der Polizei im vornherein geplant gewesen. Außerdem ist die Polizei erst dann mit Farbe beworfen worden, nachdem diese gegen die Demonstration vorgegangen sei.

Blockupy der Europäischen Zentralbank


Es ist Freitag morgen kurz vor fünf. Während in Frankfurt noch fast alles schläft ist das Blockupy-Camp auf den Beinen. Die letzte Stulle wird geschmiert und noch schnell ein Kaffee zum wach werden getrunken. Kurz nach fünf setzen sich die Blockier*innen Richtung Frankfurter Innenstadt in Bewegung. Doch der Weg dorthin gestaltet sich unkomplizierter als erwartet. Am Ende standen mehrere Tausend Menschen vor der Europäischen Zentralbank (EZB) und blockierten diese bei strömenden Regen mehrere Stunden. Im Video kommt Ani von der intervensionistischen Linken zu Wort und erklärt die Hintergründe der Aktion.

Blockupy und die radikale Linke


Die radikale Linke und ihr Verhältnis zu Blockupy – Für den einen Teil eine Form der gesellschaftlichen Intervention, um antikapitalistische Positionen aus dem Schattendasein zu holen. Für den anderen Teil der Inbegriff der verkürzten Kapitalismuskritik, wenn es um Banken, Spekulationen oder Manager geht. In dem Video kommt Martin vom „..ums Ganze!“-Bündnis zu Wort. Es geht um den Aufbau des Blockupy-Camps, die radikale Linke und ihr Verhältnis zu Blockupy, sowie verkürzte Kapitalismuskritik.

M31 – Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus in Frankfurt/Main


Laut der Pressemitteilung des M31-Bündnisses demonstrierten zu M31, dem europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus am 31.März 2012, 6000 Menschen in Frankfurt. Das Video zeigt neben Ausschnitten aus Redebeiträgen heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei, weil es während der Demonstration zu Angriffen auf die Europäische Zentralbank, das Jobcenter, eine Polizeiwache und andere Gebäude kam.
Das Video kann auch im Filmpiraten-Youtube-Channel angeschaut oder auf Indymedia runter geladen werden.

M31 – Mobifilm: Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus am 31.März 2012 in Frankfurt/Main


Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU, ihren Mitglieds- und Beitrittsstaaten setzen auf mehr „Wettbewerb“ und einen brutalen Sparkurs, um das „Vertrauen“ und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum.
Den gesamten Aufruf gibt es auf march31.net

Occupy-Demo in Erfurt


Am 15.1.2012 fand eine Bündnisdemo von Occupy Thüringen unter dem Motto „Viele Kerzen für die Demokratie“ in Erfurt statt. Obwohl so ein Motto wie auch das Auftreten ungewöhnlich sind, beteiligten sich ca 100 Menschen insbesondere aus dem Nicht-Linksradikalen Lager. Neben den Redebeiträgen der Veranstalter kommt Volker als Antikapitalist zu Wort und kritisiert einige Inhalte der Occupy- und Echte-Demokratie-Jetzt-Bewegung.