Viel Resonanz auf unseren neuen Film „Das blinde Auge“

Ca. 150 Besucher*innen kamen zur Premiere ins Klubhaus Saalfeld

Die Filmpremiere von „Das blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen“ ist geschafft. Es war ein großartiger Abend. Wir danken den ca. 150 Premierengästen für ihr kommen! Danke an die Teilnehmenden bei der anschließenden Podiumsdiskussion.  Ab jetzt wird der Film auf Tour gehen. Wenn der Film auch in deiner Stadt gezeigt werden soll, melde dich bei uns oder der Opferberatung Ezra.

Presseberichterstattung:

Das Blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen – Premiere 10. April 2018 Klubhaus Saalfeld 19 Uhr

Axel U. wurde in der thüringischen Kleinstadt Bad Blankenburg am 24. Mai 2001 von einem stadtbekannten Neonazi brutal getötet. Doch Polizei, lokale Medien und Stadtpolitik tun sich schwer damit, dies als Tat eines gewalttätigen Neonazis einzuordnen. Weil Axel U. auch für sie am Rande der Gesellschaft stand? Durch monatelange Recherchen wurde den Fall erneut aufgerollt, Akten der Sicherheitsbehörden durchforstet und mit Angehörigen und Zeitzeug*innen gesprochen. Dabei kam heraus, wie unfassbar viel die Geheimdienste und Polizeien eigentlich schon damals wussten. Besonders bizarr: Der Täter kommt aus einem Umfeld, aus denen auch die späteren NSU-Terroristen stammen. Trotzdem: Den Fall halten die Behörden bis heute nicht für eine neonazistische Gewalttat – und Axel U. ist nur einer von vielen …

Im Anschluss möchten wir mit euch zu Folgen und Aktualität neonazistischer Gewalt in Thüringen ins Gespräch kommen. Folgende Gäste haben wir hierfür eingeladen:

Christina Büttner (ezra)
Katharina König-Preuss (MdL, DIE LINKE)
Christoph Lammert (mobit)
Kristin Pietrzyk (Rechtsanwältin)
Jan Smendek (Autor des Filmes, Filmpirat*innen)
Silke Streipert (Zeitzeugin aus dem Film)

Die Moderation übernimmt Ulrike Irrgang vom Radio F.R.E.I.

Premiere ist am 10. April 2018 um 19 Uhr im Klubhaus Saalfed (Breitscheidstr.1b, 07318 Saalfeld/Saale). Eintritt frei. Die Facebook-Veranstaltung dazu ist hier zu finden.

 

Rassismus, von dem keiner Wissen will


1 Jahr ist es nun her, dass die Mordserie des NSU bekannt geworden ist. Wesentlich geändert hat sich seitdem wenig. Meist versammeln sich immer nur dieselben Kritiker_innen auf der Straße, um auf das Problem Rassismus innerhalb der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Bundesweit hatte es in mehreren Städten Aktionen und Demonstrationen zum Jahrestag der NSU-Aufdeckung gegeben. Die Beteiligung war jedoch in den meisten Städten überschaubar. In Jena, der Geburtsstadt des NSU-Terrortrios, versammelten sich unter dem Motto „Highlights von denen keiner wissen wollte“ ca. 300 Menschen um gegen Verharmlosung rechten und rassistischen Gedankengutes aufmerksam zu machen. Das Video kann auch im Filmpiraten-Youtube-Kanal oder auf facebook angeschaut werden.