Interview-Halbzeit! Drei der sechs Kurzfilme über die extreme Rechte in Thüringen sind abgedreht

Interview mit Lenard Suermann beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS)

Interview mit Lenard Suermann beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS)

Die Interviews und Dreharbeiten zu Antisemitismus, Rechtsrock und rassistische Anti-Asyl-Proteste sind abgeschlossen. Insbesondere die letzte Woche waren wir viel unterwegs. Stationen waren die Universität Jena, die Universität Mainz und das Duisburger Institut für Sprach und Sozialforschung. Auch die restlichen 7 Interviews sollen noch bis Weihnachten im Kasten sein. Danach geht es an den Rohschnitt, die Grafiken werden entworfen und werden für Übersichten, Statistiken, etc. 2D-animiert.

Die thematische Kurzfilmreihe zur extreme Rechten in Thüringen, die Mobit zusammen mit den Filmpirat*innen erarbeitet, soll voraussichtlich im Mai 2016 zum 15jährigen Mobit-Geburtstag erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Die Reihe umfasst insgesamt 6 Kurzfilme zu je 5 Minuten. Die Themen sind Immobilien, Rechtsrock, Antisemitismus, rassistische Anti-Asylproteste, extrem rechte Einstellungen in der bürgerlichen Mitte und Nazis in Kommunalparlamenten.

Insgesamt 16 Interviews für die Filmreihe „Extreme Rechte in Thüringen“

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Ballstädtprozess: Erster Verhandlungstag im Erfurter Landgericht

Ob beim Ballstädt-Prozess, dem Argumentationstraining gegen Antisemitismus oder beim Handmade-Sammler gegen Rechts. Zur Zeit wird stark an der Mobit-Filmreihe zur extremen Rechten in Thüringen gearbeitet. Insgesamt stehen in den nächsten Wochen 16 Interviews mit den verschiedensten Menschen an: Stadträte, Funktionsträger*innen, Bildungsdozent*innen, Bürgermeister, Bundestagsabgeordnete, Soziologen- und Politikwissenschaftler*innen, Akteure der antifaschistischen Zivilgesellschaft, Professoren, Wissenschaftler*innen und Expert*innen auf den verschiedensten Ebenen.
Seit einiger Zeit arbeitet Mobit und die Filmpirat*innen an einer thematischen Kurzfilmreihe zur extremen Rechten in Thüringen. Die Reihe soll insgesamt 6 Kurzfilme zu je 5 Minuten umfassen. Die Themen sind Immobilien, Rechtsrock, Antisemitismus, rassistische Anti-Asylproteste, extrem rechte Einstellungen in der bürgerlichen Mitte und Nazis in Kommunalparlamenten.

Vorerst letzter Dreh unter Neonazis

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Für das Mobit-Filmprojekt über die extreme Rechte in Thüringen war am letzten Sonntag der vorerst letzte Drehtermin unter Neonazis. Ca. 80 von ihnen veranstalteten ihr „Heldengedenken für die toten deutschen Soldaten“ in Friedrichroda. Ihrem nordischen Gott Odin schien dies jedoch nicht zu gefallen und schickte Sturmböhen und Regen nach Friedrichroda. Ein Redner der Neonaziskleinstpartei „Der III. Weg“ sprach von dem Ruhm der deutschen Soldaten während der NS-Zeit, an dem sie heute anknüpfen müssen. So befinden sich die Neonazis heute wieder in einem Krieg gegen die „Deutsch-Feinde.“ Damit gemeint waren insbesondere Flüchtlingsaktivist*innen, die durch ihr Handeln zur Zerstörung des deutschen Volkes beitragen. Um den „Volkstod“ aufzuhalten, werden sie ihr Deutschland „bis zu dem letzten Tropfen Blut [..] verteidigen.“ Am Ende der Veranstaltung noch die obligatorischen Rufe nach den Waffengattungen der Wehrmacht und der Waffen-SS, die von den Anwesenden mit einem „hier“ beantwortet wurden. Gegenproteste waren am Ort des Geschehens nicht zu sehen. Wenige Stunden vorher gab es verschiedene kleine Gegendemonstrationen von Antifa und Zivilgesellschaft.
Seit einiger Zeit arbeitete Mobit und die Filmpirat*innen an einer thematischen Kurzfilmreihe zur extremen Rechten in Thüringen. Die Reihe soll insgesamt 6 Kurzfilme zu je 5 Minuten umfassen, die verschiedene Aspekte der extremen Rechten und deren Ideologie abdecken sollen.

Arbeit an Kurzfilmreihe über die extreme Rechte in Thüringen

NS jetzt

Seit einiger Zeit arbeiteten Mobit und die Filmpirat*innen an einer thematischen Kurzfilmreihe zur extremen Rechten in Thüringen. Die Reihe soll insgesamt 6 Kurzfilme zu je 5 Minuten umfassen, die verschiedene Aspekte der extremen Rechten und deren Ideologie abdecken sollen. Die Arbeitsthemen sind

  • Rechtsrock und Großevents
  • Rechte Immobilien
  • Extrem Rechte in den Parlamenten
  • Rechte Einstellungen in der bürgerlichen Mitte
  • Asylfeindliche Proteste
  • Antisemitismus

Wir arbeiten schon seit längeren an dem Projekt, machen die Aktivität aber erst zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich. Sonst hätte die Gefahr bestanden, die Dreharbeiten zu erschweren. Die meisten Aufnahmen sind inzwischen abgedreht. Fertig werden sollen die Filme Anfang nächsten Jahres.