Rassistische Mobilisierung gegen Geflüchtete

Die Anzahl und Häufigkeit asylfeindlicher Proteste in Thüringen ist enorm gestiegen. In fast jeder größeren Stadt demonstrieren Menschen gegen die Aufnahme von Geflüchteten. Die extreme Rechte heizt die Stimmung weiter an und macht Geflüchtete zu Sündenböcken. Seit Sommer 2015 gab es zudem auch mehrere Anschläge auf Geflüchtetenunterkünfte in Thüringen. Aber es gibt engagierte Menschen, die sich den Rechten entgegen stellen.

„Jeder Mensch sollte das Recht haben, sich für ein besseres Leben entscheiden zu können und die Chance haben, so eines hier auch zu finden. Und ich finde problematisch, wenn Menschen das anderen absprechen aufgrund ihrer Herkunft.“ – Romy Arnold, Thüringer Bündnisse gegen Rechts

Von der 6-teiligen Filmreihe „..keinen Meter deutschen Boden.. – die extreme Rechte in Thüringen“ sollen die einzelnen Teile im Laufe der nächsten Monate sukzessive online veröffentlicht werden. Die mobile Beratung Mobit hat die Filme zusammen mit den Filmpiratinnen und Filmpiraten e.V. im Jahr 2015 entwickelt.

Bisher wurden veröffentlicht:

Kommunalparlamente als Bühne
Antisemitismus heute
Immobilien der Szene
Erlebniswelt Rechtsrock
Rassistische Mobilisierungen

Die den nächsten Monaten werden noch veröffentlicht:
Menschenfeindliche Einstellungen in der Gesellschaft

Erlebniswelt Rechtsrock

In Thüringen spielt RechtsRock für die Neonaziszene eine wichtige Rolle. Jugendliche sollen mit der Musik angesprochen werden. Kontakte werden auf RechtsRock-Konzerten gepflegt. Die NPD finanziert mit RechtsRock-Großveranstaltungen ihre Politik.
Um menschenfeindlichen Einstellungen etwas entgegen zu setzen, produzieren Jugendliche mit eigener Musik einen Sampler gegen Rechts.

„RechtsRock hat für die rechte Sezne eine vielfache Bedeutung: Sie schafft Identität, Gemeinschaftsgefühl – es ist ein eingeschworener Kreis, der das hört – sie verbindet natürlich auch. Aber sie hat zwei große Faktoren, die wir auch beobachten können: das ist einmal die ideologische Öffnung, also Menschen heranzuführen an die Ideologie […] und es ist natürlich eine große Einnahmequelle.“ – Mikis Rieb, Politikwissenschaftler

Von der 6-teiligen Filmreihe „..keinen Meter deutschen Boden.. – die extreme Rechte in Thüringen“ sollen die einzelnen Teile im Laufe der nächsten Monate sukzessive online veröffentlicht werden. Die mobile Beratung Mobit hat die Filme zusammen mit den Filmpiratinnen und Filmpiraten e.V. im Jahr 2015 entwickelt.

Bisher wurden veröffentlicht:

Kommunalparlamente als Bühne
Antisemitismus heute
Immobilien der Szene

Die den nächsten Monaten werden noch veröffentlicht:

Menschenfeindliche Einstellungen in der Gesellschaft
Rassistische Mobilisierungen

Immobilen der rechten Szene in Thüringen


Neonazis besitzen und nutzen mehrere Immobilien in Thüringen. Dadurch haben sich in einigen Orten von Thüringen ernsthafte Bedrohungen und Angsträume entwickelt.
Zivilgesellschaftliche Akteure schaffen es dennoch durch vielfältiges und engagiertes Handeln rechten Immobilien etwas entgegen zu setzen.

„Ich halte es für elementar wichtig, wenn man Probleme mit rechtsextremen Wohnprojekten hat, dass alle Beteiligten auf der unteren kommunalpolitischen Ebene, also in den Gemeinden, in den Landkreisen zusammen mit der Verwaltung aber insbesondere auch mit der Bevölkerung im Ort […] an einem Strang und in eine Richtung ziehen.“ – Onno Eckert, ehemaliger Bürgermeister Crawinkel

Von der 6-teiligen Filmreihe „..keinen Meter deutschen Boden.. – die extreme Rechte in Thüringen“ sollen die einzelnen Teile im Laufe der nächsten Monate sukzessive online veröffentlicht werden. Die mobile Beratung Mobit hat die Filme zusammen mit den Filmpiratinnen und Filmpiraten e.V. im Jahr 2015 entwickelt.

Bisher wurden veröffentlicht:

Kommunalparlamente als Bühne
Antisemitismus heute
Immobilien der Szene

Die den nächsten Monaten werden noch veröffentlicht:

Menschenfeindliche Einstellungen in der Gesellschaft
Erlebniswelt Rechtsrock
Rassistische Mobilisierungen

Erster Film der Reihe „..keinen Meter deutschen Boden..“ geht online

Kommunalparlamente als Bühne from Filmpiraten on Vimeo.

Von der 6-teiligen Filmreihe „..keinen Meter deutschen Boden.. – die extreme Rechte in Thüringen“ ist heute der erste Film online zum anschauen verfügbar. Der Teil „Komunalparlamente als Bühne“ kann von nun an über vimeo angeschaut und auf andere Websiten eingebunden werden. Auch die anderen 5 Teile sollen im Laufe der nächsten Monate sukzessive online veröffentlicht werden. Am 9. November wird der Film zu heutigen Antisemitismus veröffentlicht. Die mobile Beratung Mobit hat die Filme zusammen mit den Filmpiratinnen und Filmpiraten e.V. im Jahr 2015 entwickelt.

Filmpremiere: „…keinen Meter deutschen Boden…“ – Die extreme Rechte in Thüringen

Mehr als 120 rassistische Demonstrationen, fast 50 RechtsRock-Veranstaltungen und zahlreiche neue extrem rechte Organisationen – Die extreme Rechte in Thüringen ist so aktiv wie lange nicht. Fast ein Jahr haben wir mit der Kamera diese Entwicklung begleitet und mit dem MOBIT-Team gemeinsam eine Filmreihe entwickelt. Dabei sind sechs Kurzfilme entstanden. Am 28. April 2016 ist nun endlich die Premiere in Erfurt.

18:30 Uhr | 28. April 2016 | Johannes-Lang-Haus | Allerheiligen-Str.10 | Erfurt | Einstritt frei

[Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.]

Europas Faschist*innen zu Gast in Budapest – der „Tag der Ehre“

Aufmarsch der Nazis

Fidesz-Aufmarsch auf dem Kapisztrán-Platz (Budapest, 13.02.2016)

Der Tag der Ehre am 11. Februar in Budapest ist ein Gedenktag der ungarischen und europäischen Faschist*innen. Sie beziehen sich dabei auf die „Schlacht um Budapest“ beziehungsweise den „Tag des Ausbruchs“. Am 25. Dezember 1944 schlossen sich die Frontlinien der sowjetischen Armee um Budapest zu einen Kessel. Einen knappen Monat später einigte sich Ungarn mit der Sowjetunion auf einen Waffenstillstand. Am 11. Februar 1945 versuchten die deutsche Wehrmacht, die Waffen-SS und ungarisch-faschistische Kampfverbände Richtung Nordwesten durchzubrechen. Von 17.000 schafften es dreihundert, aber das reicht für eine Glorifizierung unter den europäischen Nazis. Bei dem Ausbruchsversuch starben 39.000 Menschen. Einige Offiziere konnten über ein Tunnelsystem im Budaberg entkommen. Das heutige faschistische Gedenken zum Tag der Ehre spaltet sich in drei Veranstaltungen auf. Die Veranstaltung der Fidesz-Partei hat auch ein Filmpirat beobachtet. Weiterlesen

Videodoku: Die Kammwegklause – Über den Umgang mit einem rechtsextremen Zentrum in Erfurt


Die Kammwegklause ist eine Kneipe auf dem Herrenberg, die in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen als rechtes Szenelokal machte. Regelmäßig organisieren Rechtsextreme dort Liederabende und Konzerte. Als Filmpirat*innen haben wir uns das Thema Ende 2014 angenommen und eine 14minütige Videodokumentation erstellt. Dabei war uns besonders wichtig in der Machart Anwohner*innen des Herrenberges und Bürger*innen anzusprechen. Wir hoffen damit zur Diskussion um die Kammwegklause beizutragen.

Filmpremiere: Die Kammwegklause – Über den Umgang mit einem rechtsextremen Zentrum in Erfurt

Die Kammwegklause

Die Kammwegklause ist eine Kneipe auf dem Herrenberg, die in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen als rechtes Szenelokal machte. Regelmäßig organisieren Rechtsextreme dort Liederabende und Konzerte. Als Filmpirat*innen haben wir uns das Thema Ende 2014 angenommen und eine 14minütige Videodokumentation erstellt. Am kommenden Montag, den 20.Juli um 19 Uhr soll die Videodokumentation erstmals im Stadtteilzentrum Herrenberg öffentlich gezeigt werden. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen.

Da sich bereits Personen aus dem rechten Sphäre zu der Veranstaltung angekündigt haben möchten wir hiermit klarstellen:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Eine Perspektive zum Protest gegen den Wiener Akademikerball

#SeiunsereHeldin goes Vienna

Mit hoher Anspannung beobachten wir das Geschehen um uns herum. Eine Anspannung die uns seit 6 Uhr begleitet, als wir in Erfurt losfuhren. Eine Anspannung die uns den ganzen Tag antreibt. Wir stehen mitten auf einer riesigen Kreuzung in Wien. Mein Kollege trägt eine Kamera und läuft unruhig von links nach rechts und vor und zurück. Hier treffen zwei große dreispurige Hauptstraßen aufeinander, aber eine Seite ist mit hochgerüsteten Polizist*innen und Absperrgittern verschlossen. Mehrere Straßenlaternen erhellen den Platz. Hunderte Protestierende stehen angespannt herum oder laufen kreuz und quer. Manche tragen rosa Kostüme und trommeln kreisrund aufgestellt leicht tanzbare Takte. Die meisten Rhythmen sind geeignet um Demosprüche zu skandieren. Viele andere Demonstrant*innen tragen dicke dunkle Kleidung, weil die Temperaturen sind, wie sie Ende Januar in Wien eben sind: eisig. Einige machen ihren Unmut über den nahen Akademikerball hinter der Absperrung Luft und rufen „Staat, Nation, Kapital – Scheiße!“.

Die Proteste gegen den Wiener Akademikerball 2015 from Filmpiraten on Vimeo.

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