Antikapitalistisch tanzen bis es kracht!


Unter dem Motto „Lasst’s krachen – Soziale Revolution statt autoritärer Krisenbewältigung“ tanzten am Vorabend des Ersten Mai trotz strömenden Regens ca. 300 meist junge Menschen durch Erfurt, um gegen Kapitalismus zu demonstrieren. Obwohl die Demonstration von viel Polizei begleitet direkt durch die Erfurter Innenstadt lief und dort bei den Passanten viel Aufmerksamkeit erregte, gab es kein Interesse der kommerziellen Medien über dieses Ereignis zu berichten. Kleinlich genau jedoch nahmen Ordnungsamt und Polizei diverse Dinge unter die Lupe. Mit Emissions-Messgerät ausgestattet liefen Vertreter*innen des Ordnungsamtes neben der Demonstration her, um die zulässige Maximallautstärke im Auge zu behalten. Auch bei den Boxen des Lautsprecherwagens musste von der Polizei im Vorfeld sicher gestellt werden, dass bei Schrittgeschwindigkeit und einer Vollbremsung die Boxen nicht durch die Luft fliegen. Trotz der Verzögerungen konnte die Demonstration relativ pünktlich starten.

M31 – Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus in Frankfurt/Main


Laut der Pressemitteilung des M31-Bündnisses demonstrierten zu M31, dem europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus am 31.März 2012, 6000 Menschen in Frankfurt. Das Video zeigt neben Ausschnitten aus Redebeiträgen heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei, weil es während der Demonstration zu Angriffen auf die Europäische Zentralbank, das Jobcenter, eine Polizeiwache und andere Gebäude kam.
Das Video kann auch im Filmpiraten-Youtube-Channel angeschaut oder auf Indymedia runter geladen werden.

M31 – Mobifilm: Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus am 31.März 2012 in Frankfurt/Main


Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU, ihren Mitglieds- und Beitrittsstaaten setzen auf mehr „Wettbewerb“ und einen brutalen Sparkurs, um das „Vertrauen“ und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum.
Den gesamten Aufruf gibt es auf march31.net