Greiz: Widerstand gegen Bürgerinitiative


Am 11. Oktober 2013 demonstrierte wie jeden Freitag zuvor die sogenannte „Bürgerinitiative gegen das Asylbewerberheim“ in Greiz. Angeführt von David Köckert, einem bekannten Kader aus der lokalen rechten Szene, haben sie sich diesmal nur noch ca. 80 Teilnehmende auf dem Marktplatz versammelt.
Gleich gegenüber hatte sich die antirassistische Gegenkundgebung positioniert. Zu dieser kamen ca. 140 Gegendemonstrant_innen, die mit lauter Musik und Pfeifen die Kundgebung der Bürgerinitiative begleiteten. Auf der Gegenkundgebung wurde auch das Asylsystem kritisiert.
Ein Kritikpunkt war die generelle Lagerunterbringung von Asylbewerber_innen. So wurde gefordert, dass die Flüchtlinge dezentral in Wohnungen untergebracht werden sollen. Ein weiterer Kritikpunkt war das Gutscheinsystem für Asylbewerber_innen. Der Landkreis Greiz gehört zu den wenigen Thüringer Kommunen in denen das Gutscheinsystem für Asylbewerber_innen noch nicht abgeschafft wurde. Landrätin Martina Schweinsburg weigert sich seit Jahren und wurde unter anderen deshalb im Jahr 2012 mit dem Negativpreis für die größte Gemeinheit vom Thüringer Flüchtlingsrat ausgezeichnet.
Nach einigen hin und her startete dann die Demonstration der „Bürgerinitiative gegen das Asylbewerberheim“ durch die Innenstadt. Zufälligerweise ist an einer zentralen Stelle der Aufmarschstrecke ein Stadtbus stecken geblieben. Daraufhin muss die geplante Route abgeändert werden. Nur an vereinzelten Stellen konnten Antifaschist_innen an die Route gelangen, um den Aufmarsch zu stören.