Castor2011? Schottern!

An den Castortagen machten sich im Rahmen der Kampagne Castor?Schottern! hunderte Menschen auf, die Steine aus dem Schottergleisbett zu entfernen, um so die Bahngleise für den kommenden Castortransport unbrauchbar zu machen. Die Kurzdoku begleitet mehrere Schotter-Gruppen vom 26. und 27.11.2011 in der Göhrde. Dabei kam es zu gewalttätigen Übergriffen durch die Polizei. Ein Fotograf wurde direkt mit Pfefferspray von einem Polizisten angegriffen.

9 Gedanken zu „Castor2011? Schottern!

  1. Ich verurteile ausdrücklich Polizeigewalt.
    Jedoch verurteile ich ebenso ausdrücklich das sog. Schottern. Es kann nicht gut sein, Straftaten zu begehen um ein Ziel zu erreichen. Blockaden: ja! Proteste: Ja! ziviler Ungehorsam: Ja! Straftaten: dickes NEIN.

  2. wenn de hier schon einen auf grüne Jugend machst und den rechstaat predigst dann solltest du dir im klaren sein das es keine verurteilung gab was das Schottern letzes Jahr anbelangt und somit auch keine Straftat vorliegt. Des weiteren ist es fraglich die Gesetze eines Staates anzuerkennen weil er diese immer so schnürt das dieser so produktiv wie es nur geht zu Wirtschaften kann.
    In diesem sinne

    Fight Law and Order !!!!

  3. ich würde Sachbeschädigung schon als Straftat bezeichnen. Es geht mir doch darum das die Gewaltdebatte doch das Ziel der Anti-Atomkraft Bewegung überschattet.
    Wenn man Hein Blöd auf der Straße zu der Sache befragt sagen die doch nur „Castor Transport? Das sind doch die Chaoten“, und das hat diese Bewegung nicht verdient.
    Ich bleibe dabei: Friedlich protestieren und nach und nach werden auch nicht direkt betroffene dazu stoßen.
    Aber so versauen es ein paar wenige dem ganzen Rest. So wie ein paar Dynamo-Ultras es für den Rest der friedlichen Fans versauen.

  4. Schön und gut was du als Straftat bezeichnest soll dein Ding sein zum Glück hast du aber keine macht. Leider hat diese aber das Gericht/Staat und dieser tut es nicht als solche bezeichnen.
    Falls es diese Autoritäten jemals tun werden sollte das auch niemanden abschrecken denn Gesetze sind nun mal dazu gemacht uns ruhig zu halten, das war schon immer so und wird auch so bleiben das heist es wird sich nie etwas ändern wenn wir nicht die Ketten dieser brechen!

    Ich bin auch stark am zweifeln an einem „Wir“, der antiatomprotest Bewegung, die sich mit Kriegsverbrechern a la Jürgen Trittin auf die Gleisen setzt glaube viel mehr an Menschen als Individum der macht was er/sie für nötig empfindet und auch wenn es auf die Gleise setzen sein sollte.

    Auf Image kann ich scheisen in einem Land wo die meist gelesene Zeitung Bild heist und Fusball sterbende Menschenmassen von der Titelseite verdrängt!

    in dem sinne Bamm Bumm Krach Zack

  5. Was die Kritik am Staat, an Gesetzen und an der Polizei angeht sind wir komplett auf einer Linie. Alles was ich klar machen will, ist, dass man um in diesem land etwas zu bewegen die öffentliche Meinung und leider auch die Medien für sich einsetzen muss. Gewalt auf Seiten der Demonstranten bringt die Öffentlichkeit nur GEGEN die Bewegung auf. Außer einem 120 stündigen Katz-und-Maus-Spiel mit den Bullem haben wir nix erreicht. Stell dir vor es hätten 100.000 Menschen friedlich die Zufahrt zum „Endlager“ Gorleben blockiert. Polizei und Staat wären machtlos gewesen. Weggefegt vom Volk. Wenn die Polizeit dann Gewalt angewendet hätte und die Masse hätte es friedlich hingenommen (ich sage nur „Ghandi“), dann hätten wir den Polizeistaat endgültig entlarvt. Dann wären bei den Machthabern Köpfe gerollt. So suhlen sich Innenminister und ähnliche Penner nur in Ihren „Der Einsatz war gerechtfertigt“-Ergüssen. Aber solange diese Bewegung Spielwiese von Leuten bleibt die sich gerne mal mit nem Bullen prügeln wollen, wird nichts passieren.

  6. Wie ganz oben gesagt: ich verurteile Polizeigewalt.
    In ihrem Posting schriebt die junge Frau aber auch, dass sie sich juristisch wehren will, also die Hilfsmittel des sog. Rechtsstaates anwendet, den du so ablehnst. Also nix mit Auge um Auge…

  7. Ich weiß nicht, welche Erfahrung du mit Bullengewalt gemacht hast. Aber ich weiß, dass ich niemanden kenne, der*die auch nur in der Lage wäre, bei massiver Bullengewalt einfach zu chillen, und nix zu machen!

    Die Leute, die geschottert haben waren 2011 nie wirklich aktiv gewalttätig (wobei dieser Satz nicht als Statement zu sog. „Gewalt“ bei Demos fehlinterpretiert werden sollte!) – sie haben das Gleis beschädigt, welches ausschließlich dem Castorzug dient. Wo liegt das Problem? Bei einer erfolgreichen Aktion kann der Castorzug nicht mehr fahren. Bei einer erfolglosen Aktion ändert sich nichts.
    Der einzige Störfaktor waren nicht die Leute, die geschottert haben, sondern die gewalttätigen staatlichen Repressionsorgage: Bullen, deren Pferde, Wasserwerfer etc.

    Dass Schottern teilweise nicht gut angesehen wird, liegt – aus meiner Sicht – vor allem an Leuten, die ähnlich aggieren, wie du, Phil. Es gibt viele, die das Schottern fast nur ablehnen, weil es die Bewegung in ein schlechtes Licht rückt, und weil es „von der Gesellschaft abgelehnt wird“. Auf die Idee sind sie nur gekommen, weil ein paar Zeitungen echten Müll darüber geschrieben, und andere das übernommen haben. Diese Leute rücken das Schottern dann erst richtig in ein schlechtes Licht!!

Kommentare sind geschlossen.