Filmpremiere: „…keinen Meter deutschen Boden…“ – Die extreme Rechte in Thüringen

Mehr als 120 rassistische Demonstrationen, fast 50 RechtsRock-Veranstaltungen und zahlreiche neue extrem rechte Organisationen – Die extreme Rechte in Thüringen ist so aktiv wie lange nicht. Fast ein Jahr haben wir mit der Kamera diese Entwicklung begleitet und mit dem MOBIT-Team gemeinsam eine Filmreihe entwickelt. Dabei sind sechs Kurzfilme entstanden. Am 28. April 2016 ist nun endlich die Premiere in Erfurt.

18:30 Uhr | 28. April 2016 | Johannes-Lang-Haus | Allerheiligen-Str.10 | Erfurt | Einstritt frei

[Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.]

Videodoku: Die Kammwegklause – Über den Umgang mit einem rechtsextremen Zentrum in Erfurt


Die Kammwegklause ist eine Kneipe auf dem Herrenberg, die in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen als rechtes Szenelokal machte. Regelmäßig organisieren Rechtsextreme dort Liederabende und Konzerte. Als Filmpirat*innen haben wir uns das Thema Ende 2014 angenommen und eine 14minütige Videodokumentation erstellt. Dabei war uns besonders wichtig in der Machart Anwohner*innen des Herrenberges und Bürger*innen anzusprechen. Wir hoffen damit zur Diskussion um die Kammwegklause beizutragen.

Filmpremiere: Die Kammwegklause – Über den Umgang mit einem rechtsextremen Zentrum in Erfurt

Die Kammwegklause

Die Kammwegklause ist eine Kneipe auf dem Herrenberg, die in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen als rechtes Szenelokal machte. Regelmäßig organisieren Rechtsextreme dort Liederabende und Konzerte. Als Filmpirat*innen haben wir uns das Thema Ende 2014 angenommen und eine 14minütige Videodokumentation erstellt. Am kommenden Montag, den 20.Juli um 19 Uhr soll die Videodokumentation erstmals im Stadtteilzentrum Herrenberg öffentlich gezeigt werden. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen.

Da sich bereits Personen aus dem rechten Sphäre zu der Veranstaltung angekündigt haben möchten wir hiermit klarstellen:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Essen Für Alle ?


Am 16 August 2013 hat das Food-Projekt in der L 50 eröffnet. Ziel des Projektes ist es gemeinsam kostenlose oder kostengünstige Lebensmittel für alle zu organisieren. Engagierte Menschen sammeln von Groß- und Einzelhändlern oder Herstellern Lebensmittel ein, die nicht mehr für den Markt Verwendung finden. Somit werden Nahrungsmittel, welche eigentlich noch brauchbar sind und nicht mehr verkauft werden können oder dürfen, gegebenenfalls weiterverarbeitet und an Interessent*innen weiter verteilt. Das Food-Projekt in der Lassallestraße 50 hat immer Freitags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. In den Öffnungszeiten können Menschen Essen für umsonst holen oder gegen Spenden. Es können auch Lebensmittel von Interessent*innen mitgebracht werden, die sie nicht brauchen und die andere dann mitnehmen können. Es soll damit ein Bewusstsein geschaffen werden, wie mit Lebensmittel gehandelt wird und wie man selbstbestimmt damit umgehen kann.

„Lass uns mal nen Film machen“ – Neun Jahre Filmpiraten

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9 Jahre ist es nun her, seitdem der erste Mensch für eine Dokumentation der Filmpiraten den Rec-Button einer Kamera gedrückt hatte.
Angefangen hatte alles an einem der ersten kalten Septemberabende 2004 im südthüringischen Meiningen. Zu einem Vorbereitungstreffen kamen (am Ende) nur zwei Leute, der Rest sollte dann spontan zum Tag der deutschen Einheit in Erfurt dazustoßen. Ausgerüstet mit zwei Kameras, zwei Stativen und einem Mikrofon starteten dann am 2. und 3. Oktober 2004 fünf Menschen, um „irgendeinen kritischen Film über die offiziellen Feiern zum Tag der deutschen Einheit in Erfurt“ zu machen. Am ersten der Tage war die Innenstadt noch recht überschaubar. Die Herausforderung wildfremde Leute anzusprechen, kostete einiges an Überwindung. Anders war es dann jemanden von der lokalen anti-nationalen Gruppe p83 zu interviewen. Das Interview dauerte damals eine halbe Stunde.

Am eigentlichen Feiertag, dem 3. Oktober 2004, war die Erfurter Innenstadt mit Menschenmassen überfüllt. Lokale linke Gruppen hatten zu anti-nationalen Protesten aufgerufen. Die Polizei war sichtlich deswegen nervös und kontrollierte jeden und jede, der/die ein „potentielle/r Störer/in“ sein könnte. So kamen wir damals das erste Mal während des Filmens mit der Polizei in Konflikt. Obwohl wir aus weiter Entfernung eine Polizeikontrolle gefilmt hatten, kam die Polizei auf uns zu und verlangte, das wir die Aufnahmen löschen sollen, schließlich konnten wir uns nicht als Pressevertreter ausweisen. Auf die Androhung in Gewahrsam zu kommen und eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild zu bekommen, haben wir dann das Videomaterial gelöscht. Selbst die Argumentation, das wir die Polizisten nicht in Nahaufnahme gefilmt hatten, ließ sie damals nicht überzeugen. Dieses Erlebnis war sicher einer der Grundsteine für das herzliche Verhältnis zwischen Polizei und Filmpiraten für die kommenden Jahre (Fortsetzung folgt).
Im Jahr 2004 war innerhalb der Radikalen Linken die Israel-Debatte in Erfurt noch im vollen Gange. Die „antideutsche Fraktion“ hatte für den Nachtmittag zu einer israel-solidarischen „Deutschland hassen!“-Demonstration aufgerufen. Innerhalb der Erfurter Linken war diese Demonstration damals stark umstritten. Neben abstrakten Redebeiträgen über Horkheimer und Adorno hatte die damals noch relativ unbekannte Combo Egotronic auf dieser Demo gespielt. Verglichen mit den heutigen Konzerten von Egotronic was es damals ein sehr kleines, sehr zurück haltendes und stilles Publikum.
In der Summe hatten wir damals knapp zwei Stunden Rohmaterial gedreht, die dann am Ende in Heimarbeit zusammen gebastelt wurden. Aus heutiger Sicht ein ganz schöne Frickelei. Am 20. Oktober war das Video dann fertig geschnitten und ca.15 Minuten lang. Youtube gab es damals Filmpiratenlogo500noch nicht. Das Video wurde damals direkt auf Indymedia hoch geladen und hatte damals kaum Bedeutung erlangt.
Aus heutiger Sicht ist die originale 15-Minuten-Fassung nicht mehr ansehnlich und deshalb haben wir diese die letzten Jahre auch nicht öffentlich gezeigt. Seit dem ersten Videoaufnahme sind nun genau 9 Jahre vergangen. Ein Grund mehr sich zurück zu lehnen, eine Flasche Sekt rauszuholen und eine modifizierte und gekürzte Fassung dieser anti-nationalen Dokumentation anzuschauen.

Heute am Mittwoch | 2. Oktober 2013 | Offener Filmpiraten-Stammtisch | mit Sekt und Geburtstagsgrüßen | 19Uhr | Radio F.R.E.I. | Erfurt

Die Einzelhandels-Streik-Supporter-Crew rockt die Supermärkte


Den ganzen Tag Produkte über den Scanner der Kasse ziehen, immer schön die Kunden dabei anlächeln und am besten nicht viel Kosten. So wird wahrscheinlich die Vorstellung der meisten Arbeitgeber sein, wenn es um die Beschäftigten im Einzahlhandel geht. Ende April hatten die Arbeitgeber den Manteltarifvertrag aufgekündigt, um eine „Flexibilisierung“ der Beschäftigen zu erreichen.
Durch die Vereinzelung in den einzelnen Unternehmen ist es für die Beschäftigen im Einzahlhandel sehr schwierig sich gewerkschaftlich zu organisieren. Trotz alledem gab es in den vergangenen Wochen in verschiedenen Städten Streiks.
Unabhängig davon unterstützten die „Tarifkampf-im-Einzelhandel-Supporter“, eine kleine Gruppe in Erfurt, die Forderung der Beschäftigten. Mit Flugblättern in Form von Preisschildern bewaffnet besuchten sie letzten Freitag mehrere Märkte in Erfurt und manipulierten mit diesen verschiedene Warenaushänge.

Antikapitalistisch tanzen bis es kracht!


Unter dem Motto „Lasst’s krachen – Soziale Revolution statt autoritärer Krisenbewältigung“ tanzten am Vorabend des Ersten Mai trotz strömenden Regens ca. 300 meist junge Menschen durch Erfurt, um gegen Kapitalismus zu demonstrieren. Obwohl die Demonstration von viel Polizei begleitet direkt durch die Erfurter Innenstadt lief und dort bei den Passanten viel Aufmerksamkeit erregte, gab es kein Interesse der kommerziellen Medien über dieses Ereignis zu berichten. Kleinlich genau jedoch nahmen Ordnungsamt und Polizei diverse Dinge unter die Lupe. Mit Emissions-Messgerät ausgestattet liefen Vertreter*innen des Ordnungsamtes neben der Demonstration her, um die zulässige Maximallautstärke im Auge zu behalten. Auch bei den Boxen des Lautsprecherwagens musste von der Polizei im Vorfeld sicher gestellt werden, dass bei Schrittgeschwindigkeit und einer Vollbremsung die Boxen nicht durch die Luft fliegen. Trotz der Verzögerungen konnte die Demonstration relativ pünktlich starten.

3. Mobifilm für 1. Mai in Erfurt: Ein bisschen mehr riskieren!

Infos gegen den Naziaufmarsch zum ersten Mai in Erfurt: http://keinenmeter.blogsport.eu
Infos zur antikapitalistischen Nachttanzdemo: http://lasstskrachen.blogsport.de
Die anderen Mobilisierungsfilme: Das antifaschisten Blümchenkissen und Antifaschistische Waldarbeiten

Zweiter Mobifilm für 1.Mai 2013 Erfurt: Antifaschistische Waldarbeiten


Infos gegen den Naziaufmarsch zum ersten Mai in Erfurt: http://keinenmeter.blogsport.eu
Infos zur antikapitalistischen Nachttanzdemo: http://lasstskrachen.blogsport.de
Der erste Mobilisierungsfilm: Das antifaschisten Blümchenkissen. Die nächsten Tage wird der letzte Mobifilm veröffentlicht.

Mobifilm für 1. Mai 2013 in Erfurt: Das Antifaschistische Blümchenkissen


Infos gegen den Naziaufmarsch zum ersten Mai in Erfurt: http://keinenmeter.blogsport.eu
Infos zur antikapitalistischen Nachttanzdemo am 30. April: http://lasstskrachen.blogsport.de
Der erste von drei Mobifilmen gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Erfurt ist fertig. Die nächsten Tage werden die anderen veröffentlicht.