FAQ

Wer oder was sind die Filmpiraten?
Die Filmpiraten sind ein Videokollektiv aus Erfurt, das seine Beiträge frei unter der Creative Commons-Lizens im Internet veröffentlicht. In erster Linie entstehen durch Graswurzeljournalismus Dokumentationen mit alternativen Sichtweisen. Der erste Filmpiraten-Beitrag entstand im Oktober 2004 über den Tag der deutschen Einheit in Erfurt. Seitdem wurden unzählige Videos zu den verschiedensten Themen erstellt und veröffentlicht. Die bekannteste Kurzdokumentation ist die über eine antifaschistische Demonstration in Wismar 2006, bei der mehrere Neonazis mit Baseballschlägern auf die Demonstration zugestürmt sind. Nur die Polizisten mit gezogenen Pistolen konnten diese damals stoppen. Im Februar 2013 wurde der Filmpiratinnen und Filmpiraten e.V. als unterstützender Verein gegründet.

Seit wann gibt es die Filmpiraten?
Der erste Filmpiraten-Beitrag entstand im Oktober 2004 über den Tag der deutschen Einheit in Erfurt. Im Februar 2013 wurde der Filmpiratinnen und Filmpiraten e.V. als unterstützender Verein gegründet.

Wieviel seit ihr?
Der aktive Kern umfasst zur Zeit vier Filmpiratinnen und Filmpiraten. Darüber hinaus gibt es knapp 20 Vereinsmitglieder.

Was für Filme habt ihr alles schon gemacht?
Insgesamt sind seit 2004 über 90 verschiedene Videobeiträge entstanden. Diese umfassen kurze und längere Dokumentationen, Kurzfilme, Mobifilme und Musikvideos.

Haben die Filmpiraten etwas mit der Piratenpartei zu tun?
Nein, die Piratenpartei wurde erst im Jahr 2006 gegründet. Bis auf die Namensähnlichkeit haben die Filmpiraten nichts mit der Piratenpartei zu tun.

Es heißt „Filmpiraten“. Seid ihr nur Männer?
Nein, bei uns machen auch weiblich typisierte Personen mit.  Der Name entstand 2004 und ist eine Anspielung auf die Raubkopierer-Debatte. Damals war die Idee, mit dem Namen zu provozieren.

Bekommt ihr Geld für die Videos?
In der Regel entstehen alle Videos der Filmpiraten ehrenamtlich. Die wenigen Ausnahmefälle sind im Abspann durch die Förderer gekennzeichnet.

Wie positionieren sich Filmpiraten zu…?
Die Filmpiraten sind keine geschlossene Politgruppe, die eine einheitliche Linie vertritt, solange die Inhalte der Beiträge nicht sexistisch, rassistisch, antisemitisch etc. sind. Die Diskussion über umstrittene Inhalte wird erst dann geführt, wenn sie auftreten. Und nein, es gibt kein richtiges Leben im Falschen 😉

Auf eurer Homepage/unter euren Youtube-Videos sind ein Haufen rassistischer und diskriminierender Kommentare. Warum löscht ihr sie nicht?
Dafür gibt es verschiedene Gründe die auch nicht unumstritten sind. Eines der Hauptgründe ist, dass wir nicht den Sinn darin sehen, uns eine vermeintlich heile Welt zurecht zu löschen. Rassistische Einstellungen sind Teil dieser Gesellschaft, die nicht einfach weg gelöscht werden können. Da das Internet voll mit rassistischen und diskriminierenden Kommentaren ist, sehen wir auch nicht zwangsläufig einen Multiplikatoren-Effekt dieser Statements, wenn wir sie auf unserer Homepage belassen. Unserer Meinung nach können diese Einstellungen nicht verboten oder zensiert werden, sondern nur in Form einer antirassistischer Diskussion geändert werden. Außerdem sind wir personell nicht so stark aufgestellt, dass wir die Kapazitäten haben die Kommentare zu moderieren.

Wie ist eure Arbeitsweise?
Wir treffen uns regelmäßig um die nächsten Filmprojekte abzusprechen. Meistens zieht dann eine Person von uns los, filmt die Aktion und schneidet den Beitrag zusammen. Dabei wird sich gegenseitig unterstützt.

Was für Themen behandelt ihr?
Das entscheidet im Wesentlichen die Person, die Interesse hat einen Beitrag zu machen. In der Vergangenheit waren es insbesondere Themen zu Antifaschismus, Antirassismus und antikapitalistischen Kämpfen.

Wie kann ich bei euch mitmachen?
Am besten du kommst zum offenen Filmpiraten-Treffen, das in der Regel jeden ersten Mittwoch im Monat statt findet. Den genauen Ort und die Uhrzeit findest du auf der Homepage.

Was gibt es bei euch alles zu tun?
Die Arbeit bei den Filmpiraten ist sehr vielfältig. Neben dem reinen Filme machen gibt es viele weitere Aufgaben zu übernehmen. Zum Beispiel im redaktionellen Bereich: hier werden Themen recherchiert und redaktionell aufgearbeitet, Exposés/ Scripte/ Drehbücher geschrieben und Interviews geführt. Außerdem freuen wir uns über kreative Köpfe zum Homepage überarbeiten, Flyer erstellen, Grafiken designen und Musik auswählen oder selbst komponieren. Damit wir als Verein überleben können, stehen auch organisatorische Aufgaben an, also Förderanträge schreiben, Website pflegen und Spender_innen gewinnen.

Wie kann ich euch unterstützen?
Zum einen freuen wir uns über tatkräftige Unterstützung in den verschiedensten Bereichen des Filme machens (siehe Was gibt es bei euch alles zu tun?). Zum anderen sind wir über jede finanzielle Unterstützung dankbar, z.B. eine Fördermitgliedschaft im Filmpiraten-Verein.

In meiner Stadt gibt es demnächst eine Demonstration/Aktion. Könnt ihr nicht vorbei kommen und einen Film dazu machen?
Vielleicht. Das hängt im Wesentlichen von unserem persönlichen Interesse und den finanziellen Möglichkeiten ab. Wir freuen uns natürlich, wenn ihr uns Terminhinweise oder Filmideen schickt. Vielleicht hast du ja auch Lust, selbst mitzumachen?

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