Die nächsten Vorführungstermine für „Das blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen“

Unser Film „Das blinde Auge“ wird vorerst nur bei Veranstaltungen zu sehen sein. Hier die kommenden Vorführungen, bei denen auch unser Filmregisseur mit anwesend sein wird.

  • Halle, 17. Oktober 2018, 19:30 Uhr, Reil 78
  • Erfurt, 30. Oktober 2018, 19 Uhr, Universität Erfurt
  • Jena, 21. November 2018, 19 Uhr, Kino am Markt

Habt ihr Interesse den Film auch in eurer Stadt zu zeigen? Dann kontaktiert uns oder ezra.

Teaser zum Film, Presseübersicht zu dem Film hier

vergangen Termine:

  • Saalfeld, Premiere, 10. April 2018, 19 Uhr im Klubhaus der Jugend
  • Sömmerda, 8. Juni 2018, 19 Uhr im Rahmen des Festes für Demokratie
  • Nordhausen, 12. Juni 2018, 19 Uhr, mit dem Bündnis gegen Rechts, Weltladen Nordhausen, Barfüßerstraße 32
  • Merkers, 15. Juni 2018, 12:30 Uhr, Rock am Berg
  • Erfurt, 18. Juni 2018, 19 Uhr, Schauspielhaus/Kulturquartier im Rahmen des Preview vol. 4 veranstaltet von Radio F.R.E.I.
  • Leipzig, 19. Juni 2018, 19:30 Uhr, Cinémathèque mit Chronik LE, Karl-Liebknecht-Str. 48
  • Bad Langensalza, 31.August 2018, 19:30 Uhr Galerie Schloss Dryburg, Schloßhof 1
  • Berlin, 05.September 2018, 19 Uhr, Moviemento, Kottbusser Damm 22, U8 Schönleinstr.
  • Bad Blankenburg, 19. September 2018, 18 Uhr, Fröbelsaal Rathaus Bad Blankenburg
  • Rostock, 25. September 2018, 19 Uhr, Peter-Weiß-Haus, Doberaner Str. 21
  • Greifswald, 26. September 2018, 19 Uhr, Jugendzentrum Klex, Lange Straße 14
  • Stralsund, 27. September 2018. 20 Uhr, Kulturkirche Stralsund, Jacobiturmstraße 28 a

Viel Resonanz auf unseren neuen Film „Das blinde Auge“

Ca. 150 Besucher*innen kamen zur Premiere ins Klubhaus Saalfeld

Die Filmpremiere von „Das blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen“ ist geschafft. Es war ein großartiger Abend. Wir danken den ca. 150 Premierengästen für ihr kommen! Danke an die Teilnehmenden bei der anschließenden Podiumsdiskussion.  Ab jetzt wird der Film auf Tour gehen. Wenn der Film auch in deiner Stadt gezeigt werden soll, melde dich bei uns oder der Opferberatung Ezra.

Presseberichterstattung:

Das Blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen – Premiere 10. April 2018 Klubhaus Saalfeld 19 Uhr

Axel U. wurde in der thüringischen Kleinstadt Bad Blankenburg am 24. Mai 2001 von einem stadtbekannten Neonazi brutal getötet. Doch Polizei, lokale Medien und Stadtpolitik tun sich schwer damit, dies als Tat eines gewalttätigen Neonazis einzuordnen. Weil Axel U. auch für sie am Rande der Gesellschaft stand? Durch monatelange Recherchen wurde den Fall erneut aufgerollt, Akten der Sicherheitsbehörden durchforstet und mit Angehörigen und Zeitzeug*innen gesprochen. Dabei kam heraus, wie unfassbar viel die Geheimdienste und Polizeien eigentlich schon damals wussten. Besonders bizarr: Der Täter kommt aus einem Umfeld, aus denen auch die späteren NSU-Terroristen stammen. Trotzdem: Den Fall halten die Behörden bis heute nicht für eine neonazistische Gewalttat – und Axel U. ist nur einer von vielen …

Im Anschluss möchten wir mit euch zu Folgen und Aktualität neonazistischer Gewalt in Thüringen ins Gespräch kommen. Folgende Gäste haben wir hierfür eingeladen:

Christina Büttner (ezra)
Katharina König-Preuss (MdL, DIE LINKE)
Christoph Lammert (mobit)
Kristin Pietrzyk (Rechtsanwältin)
Jan Smendek (Autor des Filmes, Filmpirat*innen)
Silke Streipert (Zeitzeugin aus dem Film)

Die Moderation übernimmt Ulrike Irrgang vom Radio F.R.E.I.

Premiere ist am 10. April 2018 um 19 Uhr im Klubhaus Saalfed (Breitscheidstr.1b, 07318 Saalfeld/Saale). Eintritt frei. Die Facebook-Veranstaltung dazu ist hier zu finden.

 

Unruhe vor dem Sturm – oder: wie der nächste Film entsteht

die Angehörigen am Grab des Opfers

Wie im März berichtet ist es nicht nur wegen der FPÖ (gewonnen, nächste Klage) so ruhig um uns geworden, sondern auch, weil wir an einem längeren Filmprojekt arbeiten. Mit angepeilten 30min soll der Film einer der größten Filme der Filmpirat*innen werden.

Aber nicht nur das, schon jetzt zeichnet sich ab, dass er handwerklich einige Neuerungen mitbringt. So haben wir mit einigen neuen professionellen Filmemacher*innen aktiv zusammengearbeitet, Film-Kräne und -Drohnen genutzt, Gerichte und Ministerien monatelang genervt und sind immer wieder an den Ort des Geschehens gefahren. Wir haben sehr intensiv recherchiert und kennen die Fälle, die wir im Film zeigen, in und auswendig. Wir haben viele Gespräche mit Angehörigen und Bekannten der Betroffenen rechter Gewalt geführt, Bilder aus alten Tagen bekommen und uns die Orte der Taten gemeinsam angeschaut. Es ist beeindruckend und traurig zu sehen, was die Freund*innen rechter Todesopfer durchgemacht haben und wie sie dafür gekämpft haben, dass rechte Gewalt als solche von den Behörden ernst genommen wird.

Wir haben dadurch einen hohen Anspruch an den Film entwickelt und hoffentlich können wir diesem gerecht werden. Mit Kräften werden wir versuchen euch einen hochwertigen Film zu präsentieren, der den Betroffenen rechter Gewalt hilft und den Finger in die Wunde legt. Schon jetzt merken wir, wie unruhig manche Verantwortliche in manchen Orten Thüringens geworden sind, weil wir kritisch nachgefragt haben. Das ist uns ein gutes Zeichen. Aktuell drehen wir die letzten Szenen und beginnen als bald mit dem Grobschnitt. Grade jetzt, nach der desaströsen Bundestagswahl, bekommt der Film umso mehr seine Berechtigung.

#SeiunsereHeldin

Neues Großprojekt gestartet: Dokumentation zu Betroffene rechter und rassistischer Gewalt in Thüringen

Mit dem Jahr 2017 haben wir einen aufwändigeren Film zu „Betroffene rechter und rassistischer Gewalt in Thüringen“ begonnen. Seit über einen Monat recherchieren wir schon und – wenn alles nach Plan läuft – ist noch vor dem Jahresende Premiere. Erstmal heißt es nun ganz viele Informationen und Belege zu sammeln. Dabei gilt es den Überblick zu behalten und schon mal – zwischen den ganzen spannenden und erschütternden Berichten – an das Drehbuch zu denken. Wir werden euch regelmäßig an der Entwicklung teilhaben lassen, damit ihr nicht auf den Gedanken kommt, wir wären leiser geworden.

#SeiunsereHeldin

Das Projekt findet statt in Kooperation mit Ezra und wird gefördert von DenkBunt.