Das fremdenfeindliche Image der Stadt Greiz


„Es ist unser Spielplatz, unser Konsum!“ – so die Worte des Anmelders der Demonstration gegen das neue Asylbewerberheim in Greiz vor wenigen Wochen. Die „Bürgerinitative gegen das Asylbewerberheim“ hat seitdem für Schlagzeilen weit über Greiz hinaus gesorgt. Sie geben sich bürgerlich, doch die Organisatoren sind keine Unbekannten und seit Jahren in der rechten Szene aktiv. Für den 23.November ruft die „Bürgerinitiative“ zu einem „Fackelumzug“ in Greiz auf.
Doch damit nicht genug. Die Flüchtlingspolitik des Landkreises Greiz steht schon seit Jahren in der Kritik. Die Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) hat im Jahr 2012 den „Negativpreis für die größtmögliche Gemeinheit“ von Thüringer Flüchtlingsrat e.V. verliehen bekommen. Grund war damals der besonders restriktive und diskriminierende Umgang mit Flüchtlingen im Landkreis Greiz. Und auch heute steht zwischen der deklarierten „Willkommenskultur“ der Landrätin und der aktuellen Flüchtlingspolitik ein Widerspruch. Offiziell wurde das Gutscheinsystem für Asylbewerber*innen in Thüringen im Jahr 2012 abgeschafft. Der Landkreis Greiz gehört zu den letzten Landkreisen, die an dieser umstrittenen Regelung auch weiter Aufwand und Geld investieren, um es den Flüchtlingen auch weiterhin so schwer wie möglich zu machen.
Aus diesen Gründen versammelten sich am 9. November 2013 ca. 500 Menschen unter dem Motto „Pogrome verhindern bevor sie entstehen“ um gegen diese Zustände zu demonstrieren.

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